Albert Schweitzer Jugendorchester

Das diesjährige Frühjahrsskonzert des Albert-Schweitzer-Jugendorchesters findet am Samstag, dem 4. Mai 2002 um 20.00 Uhr im großen Saal der Hamburger Musikhalle statt

    Hamburg (ots) -

    Programm:
    Bach / Webern            Ricercar aus "Das Musikalische Opfer"
    Webern                        Variationen für Orchester op. 30
    Beethoven                  Violinkonzert D-Dur, op. 61
    Schumann                    Sinfonie Nr.4 d-moll, op. 120
    
    Solist:                      Gustav Frielinghaus, Violine
    
    Dirigent:                    Manfred Richter
    
    Neben der Aufführung der 4. Sinfonie Schumanns bietet diesmal vor
allem die erste Hälfte des Konzerts Besonderes - sowohl inhaltlich
wie konzeptionell: genaugenommen sind vier verschiedene Epochen und
Stile zu einer Einheit gekoppelt, vermittelt über die offenen und
verdeckten Bezüge der Komponisten und ihrer Werke zueinander. Der
Beginn mit dem berühmten sechsstimmigen Ricercar von Bach setzt einen
doppelten Akzent: dieses Werk ist nicht nur ein Höhepunkt aller
kontrapunktischen Meisterwerke bis 1750 sondern entwickelt
gleichzeitig direkten Bezug zur Musik des 20. Jahrhunderts -
manifestiert durch die singuläre Instrumentation Anton Weberns, die
die Modernität des Stücks und seine Bedeutung zumindest für die
Schönberg-Schule offen legt. Die Fortsetzung des Konzerts mit Weberns
vier Jahre später (1939/40) geschriebenen Variationen für Orchester
zeigt u.a. auch die Konsequenzen, solcher Auseinandersetzung mit der
horizontalen und vertikalen Perfektion Bachs - Weberns Komposition
ist Repertoirestück, aber wegen seiner Kompromisslosigkeit
umstrittenes Spätwerk zugleich.
    
    Eine deutliche Kopplung verschiedener Musikepochen ist dann auch
bei der Aufführung des Violinkonzerts von Beethoven zu hören: Gustav
Frielinghaus spielt die für Gidon Kremer geschriebenen Kadenzen
Alfred Schnittkes, die ausgehend von den motivischen Triebkräften des
Werks einen Bogen durch das 19. Jahrhundert in das 20. über Brahms
mindestens bis Berg, in den Viertel-Tontrillern der dritten Kadenz
sogar bis in die Zeit nach 1945 schlagen und dabei erstaunlicherweise
weniger als Fremdkörper wirken als die normalerweise gespielten
romantisierenden Kadenzen von Joachim oder Kreisler.
    
    Der Solist
    
    Der 23-jährige Geiger Gustav Konstantin Frielinghaus erhält
derzeit seine Ausbildung bei Prof. Igor Ozim an der Musikhochschule
Bern. Seinen ersten Unterricht erhielt er als Fünfjähriger bei Meike
Thiessen. Später wurde er von Uwe Hoffmann unterrichtet und war 1993
bis 1999 Schüler von Prof. Winfried Rüssmann.
    
    Nach seinem Abitur am Albert-Schweitzer-Gynmasium studierte er bis
zum Vordiplom an der Musikhochschule seiner Heimatstadt Hamburg. Er
nahm insgesamt zehn Mal am Wettbewerb "Jugend musiziert" teil und
wurde mehrfach mit Bundespreisen ausgezeichnet. Im Jahr 2000 war er
Semifinalist beim Internationalen Violinwettbewerb Dr. Luis Sigall in
Chile. Er besuchte Meisterkurse bei Zakhar Bron, Tibor Varga, Thomas
Brandis, Roman Nodel, Ingolf Turban, Nora Chastain, Hans Heinz
Schneeberger, Igor Ozim und Norbert Brainin.
    
    Sein musikalischer Werdegang ist eng mit dem
Albert-Schweizer-Jugend-Orchester verbunden. Von 1995 bis 1998 war er
Konzertmeister des Orchesters. Auf der USA Tournee des ASJ war er
Solist in Bruchs Violinkonzert. Ein Stipendium führte ihn 1997 ins
Interlochen-Music-Camp, wo er als Gewinner des Concert-Competition
Mendelssohns Violinkonzert mit dem World-Youth-Symphony-Orchestra
spielte. 1998 war er Solist und Konzertmeister auf der Asien Tournee
des Jeunesses-Musicales-Weltorchesters. Mit dem im November 2000 in
Bern gegründeten Amaryllis-Quartett weitet sich zunehmend seine
Konzert- und Wettbewerbstätigkeit international aus. Das
Streichquartett nahm an Meisterkursen von Thomas Kakuska (Alban Berg
Quartett), Tabea Zimmermann und dem Vogler-Quartett teil. Es wird
regelmäßig von Walter Levin (Lasalle Quartett) betreut.
    
    Kartenverkauf
    
    Karten für das Konzert gibt es bei der Konzertkasse Gerdes,
Rothenbaumchaussee 77, Tel.: 440298 und 453326, an allen bekannten
Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse. Eintrittspreise zwischen  ¤
8,- und ¤ 16,-. SchülerInnen und StudentInnen erhalten 50%
Ermäßigung, auch schon im Vorverkauf.
    
    gez. Manfred Richter, Leiter des ASJ
    Albert-Schweitzer-Jugendorchester
    http://www.Albert-Schweitzer-Jugendorchester.de
    
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Organisation:
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Annegret Guntau, Heilholtkamp 49, 22297 Hamburg
Tel.: 511 91 08, Fax: 511 77 60, e-mail: Anne@Guntau.de

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