Albert Schweitzer Jugendorchester

Frühjahrskonzert des Albert-Schweitzer-Jugendorchesters am Samstag, den 5.6.2010 um 20h Laeiszhalle, großer Saal

Hamburg (ots) - PRESSEMITTEILUNG

Das diesjährige Frühjahrskonzert des Albert-Schweitzer-Jugendorchesters findet statt am Samstag den 5. Juni 2010, 20.00 Uhr im großen Saal der Hamburger Laeiszhalle.

Programm:

Johannes Brahms:                            Klavierkonzert Nr. 1
                                            d-moll op. 15 

Robert Schumann: Sinfonie Nr. 1 B-Dur op. 38

Solist:                                              León Bernsdorf
Dirigent                                             Manfred Richter 

Das Programm des Konzerts vereint nicht nur die an jeweils entscheidender Stelle ihrer Biographien sich begegnenden Komponisten Schumann und Brahms, es stellt auch deren erste große sinfonische Arbeiten nebeneinander. Der 20jährige Brahms lernt 1853 auf seiner ersten größeren Reise in Düsseldorf Robert und Clara Schumann kennen. Der 43jährige Schumann erkennt ein Jahr vor seinem Selbstmordversuch bei diesem Treffen sehr klar das überragende Potenzial des 23 Jahre jüngeren Hamburger Kollegen und öffnet ihm mit seinem berühmt gewordenen enthusiastischen Artikel in der "Neuen Zeitschrift für Musik" weit die Tore zum europäischen Musikleben. Brahms durchlebt mit seiner Liebe zur 14 Jahre älteren Clara Schumann und mit dem Tod Schumanns 1856 wohl seine erste existenzielle Krise. Schumann wagt 1841 mit 31 Jahren endlich den großen Schritt zur Sinfonie. Seine B-Dur Sinfonie entsteht in unfassbar kurzer Zeit und zeigt schon die Tendenz Schumanns, die vier Sätze alter Prägung unter dem Aspekt ihrer inhaltlichen Verknüpfung zu formen. Der Name "Frühlingssinfonie" stammt von Schumann selbst und hängt neben dem Bezug auf ein konkretes Gedicht der Zeit ("Im Thale blüht der Frühling auf") sicher damit zusammen, dass er kurz nach seiner Heirat (1840) die wohl glücklichste Zeit seines Lebens erlebt. Dies schlägt sich nieder in dem durchweg positiven Ton und dem "romantischen Überschwang" der Sinfonie. Brahms arbeitet 21jährig über vier Jahre an seinem ersten Klavierkonzert, das in der Urfassung eine Sonate für zwei Klaviere ist. Es mutet seiner Zeit klanglich und strukturell viel zu, seine sperrige, expansive Thematik sowie die ungewöhnliche Harmonik erzeugen selbst aus heutiger Sicht zwingend noch überraschte Aufmerksamkeit. Folgerichtig wird das Konzert in der Uraufführung zunächst ausgezischt, "fällt durch" - was der realistische Brahms sogar durchaus erwartet -, findet dann aber in kurzer Zeit seinen Erfolgsweg in den Musikbetrieb. Es stellt nach wie vor sicher einen der interessantesten sinfonischen "Erstlinge" eines jungen Komponisten des 19. Jahrhunderts dar. Der Solopart des Konzerts wird gespielt von dem erst 17jährigen León Bernsdorf, der momentan am Albert-Schweitzer-Gymnasium sein Abitur macht. Er gehört sicher zu den jungen Musikern, von denen in der Zukunft zu hören sein wird. Im Herbst wird er Hamburg wegen seines Studiums in Boston/USA für längere Zeit verlassen.

Lebenslauf León Bernsdorf

León Bernsdorf (*1992, Klavier) ist Schüler der 13. Klasse des Albert-Schweitzer-Gymnasiums. Er wurde von seinem 6. Lebensjahr an durch die Hochbegabtenförderung der Hamburger Jugendmusikstiftung gefördert. Seitdem erhielt er Klavierunterricht bei Frau Carol Tainton. Zurzeit unterrichtet ihn Prof. Volker Banfield im Rahmen der "Andreas Franke Akademie", dem Jungstudentenzweig der Hochschule für Musik u. Theater Hamburg. Weitere pianistische Erfahrung sammelte er bei Meisterkursen, u.a. bei Prof. Kämmerling. Mit 6 Jahren begann er an Musikwettbewerben teilzunehmen. In den folgenden Jahren erzielte er dann in verschiedenen Kategorien bei "Jugend musiziert" kontinuierlich herausragende Erfolge. Darunter 2005 und 2008 einen 1. Preis in der Solowertung des Bundeswettbewerbs. Auch als Kammermusiker ist León sehr erfolgreich und erspielte sich 2007 im Trio bei "Jugend musiziert" einen 1. Bundespreis und den Klassikpreis der Stadt Münster. Außerdem wurde das Ensemble mit dem Preis der Brahmsgesellschaft Hamburg ausgezeichnet. León wurde beim Steinway-Wettbewerb für Klaviersolo in der Laeiszhalle Hamburg im Oktober 2008 mit einem ersten Preis ausgezeichnet; außerdem erhielt er den Publikumspreis dieses Wettbewerbes. Sein solistisches Debüt gab er im Februar 2008 mit Griegs Klavierkonzert, begleitet vom Landesjugendorchester Hamburg, in der Hamburger Laeiszhalle. Im Dezember 2008 wurde León durch den Deutschen Musikrat München mit drei anderen Bundespreisträgern aus Hamburg nach Japan eingeladen. Die jungen Künstler gaben dort in Kooperation mit dem Goethe-Institut zwölf sehr erfolgreiche Konzerte. Anlässlich des V. Internationalen Musikwettbewerbs für die Jugend in Oldenburg im März 2009 wurde León mit dem Steinway-Förderpreis ausgezeichnet. Im Juni 2009 spielte er mit dem Mendelssohn Jugendsinfonieorchester das 2. Klavierkonzert von Rachmaninoff in der Hamburger Laeiszhalle sowie ein zweites Mal in der Berliner Philharmonie im Oktober 2009. Im selben Jahr trat León solistisch und kammermusikalisch anlässlich der Festspiele Mecklenburg -Vorpommern (Junge Elite) in Hohen Luckow und Ulrichshusen auf. Ein weiteres Highlight war im September 2009 eine Einladung zu den Schwetzinger Mozartfestspielen. León spielte mit dem Philharmonischen Orchester Heidelberg unter Leitung von Dietger Holms das Haydn-Klavierkonzert D-Dur. Im November 2009 trat León zusammen mit dem Geiger Albrecht Menzel und der Hamburger Camerata in der Hamburger Laeiszhalle auf. Unter Leitung von Claus Bantzer spielten sie die deutsche Erstaufführung von Lera Auerbachs "Suite concertante". Ab September 2010 wird León am College of Fine Arts der Boston University bei Prof. Boaz Sharon studieren. KARTENVERKAUF Karten für das Konzert gibt es bei der Konzertkasse Gerdes, Rothenbaumchaussee 77, Tel.: 45 33 26, an allen bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse. Eintrittspreise EUR 18,- SchülerInnen und StudentInnen EUR 9,-; Ermäßigung auch schon im Vorverkauf.

Pressekontakt:

Anne Guntau Tel 040/ 511 91 08
anne@guntau.de

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