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Kanadische Studie bestätigt Effektivität des implantierbaren EKG-Rekorders bei der Diagnostik von ungeklärten Ohnmachtsanfällen

Düsseldorf (ots) - Eine kürzlich in der amerikanischen Fachzeitschrift "Circulation" veröffentlichte Studie zeigt, dass die Ursachen für Ohnmachtsanfälle durch frühzeitigen Einsatz des implantierbaren Langzeit-Überwachungsgerätes "Reveal(R)" dreimal häufiger aufgeklärt werden können als mit den herkömmlichen Untersuchungsverfahren. Der 17 Gramm leichte, daumengroße Ereignisrekorder kann über 14 Monate lang die Herzfrequenz kontinuierlich kontrollieren und aufzeichnen. Im Rahmen der RAST- Studie (Randomized Assessment of Syncope Trial) wurden 55 Prozent der Patienten, die frühzeitig den implantierbaren Ereignisrekorder "Reveal(R)" erhielten, erfolgreich diagnostiziert. Dagegen konnte nur bei lediglich 19 Prozent der auf herkömmliche Weise untersuchten Patienten die Ursache der Ohnmacht ermittelt werden. Die kanadischen Ärzte folgerten daraus, dass "bei Patienten mit ungeklärten Synkopen ohne signifikante strukturelle Herzerkrankungen ein frühzeitigerer Einsatz eines implantierbaren Ereignisrekorders erwogen werden sollte." In der Studie mit 60 Patienten, die unter rezidivierenden unklaren Synkopen litten, wurde eine Anamnese erhoben, eine körperliche Untersuchung vorgenommen, ein Elektrokardiogramm (EKG) abgeleitet und ein Langzeit-EKG durchgeführt. Anschließend wurden die Patienten in zwei Gruppen randomisiert. Sie erhielten entweder einen implantierbaren Ereignisrekorder oder man versuchte mit den herkömmlichen Untersuchungsverfahren, wie externer Loop-Recorder, Kipptest und elektro-physiologischer Untersuchung, den Grund für ihre Bewusstlosigkeit zu finden. Die Studienergebnisse zeigten, dass mit dem EKG-Rekorder, frühzeitig eingesetzt, im Vergleich zum herkömmlichen Untersuchungsschema nahezu dreimal so viele Patienten diagnostiziert werden können. Vergleicht man die Befunde der beiden Patientengruppen miteinander, so wurde in der mit dem implantierbaren Ereignisrekorder fast fünfmal so häufig eine Bradykardie und damit die Notwendigkeit für einen Herzschrittmacher entdeckt, als in der Gruppe, die nach der herkömmlichen Methode abgeklärt worden ist. Dies zeigt, dass mit der konventionellen Vorgehensweise bestimmte schwerwiegende Erkrankungen, die einer Ohnmacht zugrunde liegen, nicht in jedem Fall ermittelt werden können. Die Wissenschaftler folgerten daraus, dass "Reveal(R)" als Mittel der ersten Wahl in der Diagnostik von Patienten mit ungeklärten Synkopen erwogen werden sollte, und nicht erst als Notlösung, nachdem konventionelle Untersuchungen kein schlüssiges Ergebnis brachten. "Herkömmliche Untersuchungen sind häufig ineffektiv, teuer und führen oftmals zu keiner Diagnose, so dass die Gefahr weiterer Ohnmachtsanfälle besteht," sagte der Leiter der Studie Andrew Krahn, M. D., Division of Cardiology, University of Western Ontario, Kanada. "Ein frühzeitiger Einsatz des implantierbaren Ereignisrekorders erhöht im Vergleich zu herkömmlichen Untersuchungsverfahren signifikant die Wahrscheinlichkeit, dass eine Diagnose gestellt wird." Synkopale Anfälle treten häufig auf und sind für die Medizin immer noch eine große diagnostische Herauforderung. " 10 Prozent aller Menschen erleiden im Laufe ihres Lebens mindestens einmal eine plötzliche Bewusstlosigkeit. Rund 6 Prozent aller Krankenhauseinweisungen erfolgen aufgrund von Synkopen, die aus einer Vielzahl von Ursachen resultieren können. Einige sind harmlos, andere lebensgefährlich, wie z.B. Herzrhythmusstörungen. Bis zu 40 Prozent beträgt die 1-Jahressterblichkeit der Patienten, die infolge einer Rhythmusstörung eine Synkope erleiden", so Prof. Dr. Dietrich Andresen, Leiter der kardiologischen Abteilung, Klinikum Urban, Berlin. Darüber hinaus ist die Unsicherheit über den Zeitpunkt und die Folgen des nächsten Ereignisses für viele Betroffene sehr belastend. Autofahren sowie die Ausübung bestimmter Tätigkeiten und Berufe sind mit großem Risiko verbunden. Der Verlust des Bewusstseins kann zu Verletzungen führen bzw. Ursache für schwere Unfälle sein, die nicht selten auch tödlich enden. ots Originaltext: Medtronic GmbH Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Weitere Informationen: Frau Dr. Marion Beller Medtronic GmbH Tel: 0172/ 9 10 68 49 Email: marion.beller@medtronic.com Original-Content von: Medtronic GmbH, übermittelt durch news aktuell

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