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Neuer Herzschrittmacher kann Vorhofflimmern stoppen
Medtronic führt das neue Vorhoftherapiesystem AT500 auf dem europäischen Markt ein

    Düsseldorf (ots) - Im Rahmen des Europäischen Kardiologen- Kongresses (ESC) in Amsterdam wurde heute die Freigabe des neuen Schrittmachersystems AT500 für den europäischen Markt bekanntgegeben. Durch die Kombination von Diagnostik, Prävention und Terminierung steht jetzt erstmalig ein umfassendes Konzept zur Behandlung der am häufigsten auftretenden Herzrhythmusstörungen, Vorhofflattern und Vorhofflimmern, zur Verfügung. Das Gerät hat eine zehnmal höhere Speicherkapazität als herkömmliche Schrittmacher und kann damit umfangreichere und exaktere Informationen über das Krankheitsbild liefern.

    Mit ungefähr 5,5 Mio. Betroffenen weltweit ist Vorhofflimmern die am häufigsten auftretende Herzrhythmusstörung. Jährlich werden 720.000 neue Fälle diagnostiziert. Vorhofflimmern kommt mit zunehmendem Alter immer häufiger vor, wobei meist Männer betroffen sind. Durch unregelmäßige elektrische Impulse an verschiedenen Stellen im Vorhof - statt einer geordneten Impulsfolge, die für die vollständige Kontraktion des Herzens und der damit verbundenen Pumpleistung nötig ist - kommt es nur zu einem "Vorhof-Zittern." Die Frequenz im Vorhof erhöht sich auf 300 bis 600 Schläge in der Minute. Daraufhin kann die fühlbare Pulsfrequenz zwischen 50 und 200 Schlägen in der Minute schwanken. Da diese Rhythmusstörung an sich nicht lebensbedrohlich ist, wurde sie in der Vergangenheit oft unterschätzt und unzureichend behandelt. Heute weiß man jedoch, dass sie in vielen Fällen Auslöser für schwerwiegende Folgeerkrankungen sein kann. So haben Patienten mit Vorhofflimmern ein fünffach erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall und müssen in seltenen Fällen sogar den plötzlichen Herztod fürchten. Darüber hinaus leiden Betroffene meist auch unter behandlungsbedürftigen Symptomen wie Angstgefühl, Herzstolpern, Ohnmachtsanfällen oder Leistungsschwäche und müssen starke Einschränkungen in der Lebensqualität in Kauf nehmen.

    Das neue implantierbare Stimulationssystem AT500 kann durch seine Vielseitigkeit diese Symptome schmerzfrei beseitigen und gefährliche Folgeerkrankungen verhindern. Im Vergleich zu der häufig angewandten Behandlung mit herzrhythmusregulierenden und blutgerinnungshemmenden Medikamenten gibt es keine bedenklichen Nebenwirkungen. Die Besonderheit des AT500 besteht in seiner Fähigkeit, den Vorhofrhythmusstörungen nicht nur vorzubeugen, sondern sie auch zu stoppen. Das Gerät überwacht kontinuierlich den Herzrhythmus und leitet bei auffälligen Veränderungen eine Stimulationstherapie ein. Die durch die hohe Speicherkapazität des Gerätes gelieferten Daten, die jederzeit vom behandelnden Arzt abrufbar sind, können dann wiederum Aufschluss über den Therapieerfolg bringen, Veränderungen im Krankheitsverlauf dokumentieren und dabei helfen, das individuelle Krankheitsbild besser zu verstehen. Basierend auf den erhaltenen Informationen kann dann eine optimale Behandlungsstrategie erarbeitet werden.

    Da ein großer Teil der Patienten mit Herzschrittmachern zum Zeitpunkt der Implantation  bzw. im Laufe der Jahre Vorhofflimmern entwickelt, wäre der AT500 prinzipiell für alle Patienten geeignet, die einen Schrittmacher benötigen. Laut umfangreichen Studienergebnissen führt die Effektivität der Behandlung auch zu einer erheblichen Kostensenkung. Lange Krankenhausaufenthalte, häufige ambulante Behandlungen und kostenintensive Medikamentenverordnungen würden bei Einsatz des Gerätes überflüssig bzw. stark reduziert.

    Medtronic Inc., mit Hauptsitz in Minneapolis, ist das weltweit führende Unternehmen für Medizintechnologie, das Menschen mit chronischen Krankheiten lebenslange Therapielösungen bietet. Weitere Informationen finden Sie unter www.medtronic.de und www.medtronic.com.

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