DIE ZEIT

Rorty, Habermas und andere Philosophen trauern in der ZEIT um Gadamer

    Hamburg (ots) - Jürgen Habermas: "Für meine Generation hat Gadamer
nicht zu den Lehrern gehört, die uns im deutlichen Hinblicken auf den
Bruch mit korrumpierten Traditionen das Unterscheiden und durch diese
Kritik hindurch, die Aneignung des unversehrten Gebliebenen gelehrt
haben."
    
    Richard Rorty: "Gadamer gekannt zu haben heißt gesehen zu haben,
was intellektuelles Leben im Westen darstellen kann, wenn es zur
Grenze gelebt wird."
    
    Charles Taylor: "Er legte den philosophischen Grund für eine der
wichtigsten Anstrengungen des 21. Jahrhunderts: andere Kulturen in
ihrer Tiefe zu verstehen."
    
    Gianni Vattimo: "Gadamers Lehre des Verstehens beharrt auf der
Verwandlung von primitiver Äußerlichkeit, einschließlich Krankheit
und Elend, Tod und Gewalt, in Sprache und Kultur."
    
    Albrecht Wellmer: " Obwohl ich als Student noch in seinem Seminar
gesessen habe, obwohl ich Gadamers persönlichen Rat eine
entscheidende Weichenstellung am Beginn meines Philosophiestudiums
verdanke, ist mir die Person doch immer ferner geblieben als das
schriftliche Werk, das mich stark beeinflusst hat."
    
    Rüdiger Bubner: "Gadamer war längst selbst ein Lehrer für
Generationen von Philosophen sowie Studenten vieler Fakultäten
geworden."
    
    Die kompletten ZEIT-Beiträge (DIE ZEIT Nr. 13, EVT 21.03.2002) zu
    dieser Meldung stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
                                          
    
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