DIE ZEIT

"Religion fühlen wie eine gute Droge"
Bischöfin Maria Jepsen weist in der ZEIT auf Defizite der Amtskirche hin

    Hamburg (ots) - Maria Jepsen, Bischöfin der Nordelbischen
Evangelisch-Lutherischen Kirche von Hamburg, setzt sich in der neuen
Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT für den Dialog mit der Jugend ein:
"Natürlich machen wir Fehler, die macht jede Generation. Wir erleben
zurzeit viele neue religiöse Suchbewegungen, man probiert
verschiedene Formen von Spiritualität aus. Ich habe keine
Schwierigkeiten, neue Gruppen zu respektieren - die können uns auf
Defizite hinweisen, innerhalb unserer Kirche mehr ‚fromme' Pluralität
zuzulassen und einzuüben ... Die Jesusfreaks und ähnliche Gruppen
machen uns Mut, deutlich unser Profil zu schärfen. Wir waren zu
verkopft, zu ängstlich."
    
    "Fürs religiöse Überleben unserer Gesellschaft" sagt die Bischöfin
weiter, "ist es meines Erachtens wichtig, dass wir Religion auch
erlebbar machen, sie fühlen wie eine gute Droge. Irgendwann sind dann
aber auch der Verstand gefragt und ein kritischer Blick ... Wir
müssen auf die Menschen zugehen, sie zu uns einladen. Der Segen
spielt dabei eine ganz große Rolle, diese Sehnsucht nach Würde und
Respekt: Ich bin wer, mit all meiner Schwäche, meiner Stärke, ich
habe einen Wert und werde nicht nur über Leistung oder Prestige
definiert."
    
    Das komplette ZEIT-Interview (DIE ZEIT Nr. 52, EVT 19.12.2001)
    zu dieser Meldung stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung.    
                  
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