DIE ZEIT

"Amerika befindet sich im Blindflug"
Harvard-Ökonom Jeffrey Sachs stellt Amerika ein schlechtes Zeugnis aus

Hamburg (ots) - Harvard-Ökonom Jeffrey Sachs, Berater vieler Entwicklungsländer, lobt in der neuen Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT Europa: "Es reagiert mit Vorsicht, und Europa nimmt die Spannungen der Globalisierung generell eher wahr als die USA." Seine harsche Kritik: "Amerika befindet sich im Blindflug - nicht mit seinem Kampf gegen den Terrorismus, sondern in Bezug auf den gegenwärtigen Zustand der Welt und die verbreitete Verunsicherung." Sachs stellt seinem Heimatland ein schlechtes Zeugnis aus: "Die USA müssen endlich zeigen, dass sie den Armen auf der Welt helfen, gegen Krankheiten wie Aids kämpfen, die tatsächlichen Probleme der Globalisierung angehen wollen." Das sei auch ein wichtiger Teil der Antwort auf den Terror - "die Bemühung, die Welt nicht außer Kontrolle und in einen Krieg der Zivilisationen driften zu lassen." Gerade in der islamischen Welt herrsche Frustration, auch wirtschaftliche: "Während Armut die Anschläge nicht direkt verursacht hat, werden die gegenwärtigen Zukunftssorgen verstärkt von dem Gefühl, dass die Weltwirtschaft nicht auf einem gesunden Fundament steht." Generell sei der gelebte Islam keinerlei Hindernis, "um produktiv an der Weltwirtschaft teilzunehmen". Was kann der Westen tun? "Notwendig sind tiefere Beziehungen innerhalb der Zivilgesellschaft. Und da hapert es." Das komplette ZEIT-Interview (DIE ZEIT Nr. 40, EVT 27.09.2001) zu dieser Meldung stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung. ots Originaltext: DIE ZEIT Im Internet recherchierbar: http://presseportal.de Für Rückfragen melden Sie sich bitte bei Elke Bunse oder Verena Schröder ZEIT-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (Tel. 040/ 3280-217, -303, Fax 040/ 3280-558, e-mail: bunse@zeit.de, schroeder@zeit.de) Original-Content von: DIE ZEIT, übermittelt durch news aktuell

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