DIE ZEIT

Heide Simonis fordert in der ZEIT: "Kindergeld-Moratorium"/ Mehr Geld für Betreuungsangebote

    Hamburg (ots) - Die schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin
Heide Simonis (SPD) fordert ein "Kindergeld-Moratorium". In der neuen
Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT spricht sie sich dafür aus, das
Kindergeld nach der bereits vereinbarten Erhöhung am 1. Januar 2002
nicht weiter zu steigern und das zusätzliche Geld stattdessen in
Kinderbetreuung zu investieren. "Bund und Länder könnten dann die
gesparte Summe in mehr Kindergartenplätze, Nachmittagsangebote und
Ganztagsschulen investieren. Dazu müssten sich alle Beteiligten -
Bund, Länder und Kommunen - gemeinsam verpflichten", sagte Simonis.
    
    Entgegen landläufiger Einschätzung habe das
Bundesverfassungsgericht keineswegs weitere Kindergelderhöhung
vorgeschrieben: "Laut Verfassungsgericht müssen alle Kinder und ihre
Eltern die Chance haben, am gesellschaftlichen Leben gleichberechtigt
teilzunehmen", erklärte Simonis. "Wenn die Kinder betreut sind und
die Frauen an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können, ist das doch
viel eher gewährleistet als mit dreißig Mark mehr Kindergeld."
    
    
    Diese PRESSE-Vorabmeldung aus der ZEIT Nr. 36/2001 mit
    Erstverkaufstag am Donnerstag, 30. August 2001, ist unter
    Quellen-Nennung DIE ZEIT zur Veröffentlichung frei. Der
    Wortlaut des ZEIT-Interviews kann angefordert werden.
                
                
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