DIE ZEIT

DIE ZEIT: Bald auch im Westen leere Wohnungen
Bevölkerungsrückgang und Stadtflucht als Hauptursachen

    Hamburg (ots) - Das Überangebot an Wohnungen und der massenhafte
Leerstand, sind kein spezifisch ostdeutsches Problem, berichtet die
Wochenzeitung DIE ZEIT in ihrer jüngsten Ausgabe. "Spätestens ab 2015
kriegen wir Leerstände im großen Stil auch im Westen", sagt Harald
Simons vom Berliner Forschungsinstitut Empirica, das in den
vergangenen Jahren mehrmals den Wohnungsmarkt in Deutschland
untersucht hat.
    
    Nach den Ergebnissen von Empirica sind die Hauptursachen des
Wohnungsleerstands im Osten nicht monotone Plattenbauten oder
Abwanderung in den Westen, sondern gesamtdeutsche Trends. Die
niedrige Geburtenrate wird ab 2015 zu einem drastischen Rückgang der
Haushalte auch im Westen führen - der Drang zum Eigenheim dünnt
gleichzeitig die Innenstädte aus. Damit widerspricht das Institut
auch der weit verbreiteten Meinung, ein Wirtschaftsboom würde die
leeren Wohnungen im Osten wieder füllen. "Dann würden die Leute mehr
Geld verdienen, und nur noch mehr Eigenheime bauen", so
Wirtschaftsforscher Harald Simons.
    
    Schon heute ist das Überangebot an Wohnungen auch in
strukturschwachen Regionen im Westen zu spüren. In Bremerhaven etwa
stehen 2300 Wohnungen leer, so die Einschätzung von Christian Bruns,
Geschäftsführer der städtischen Wohnungsgesellschaft Bremerhaven,
gegenüber der ZEIT. "Kein Wunder, die Gemeinden im Umland weisen
überall Baugebiet für Einfamilienhäuser aus."
    
    
         Diese PRESSE-Vorabmeldung aus der ZEIT Nr. 18/2001 mit
         Erstverkaufstag am Donnerstag, 26. April 2001, ist unter
         Quellen-Nennung DIE ZEIT zur Veröffentlichung frei. Der
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