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ZEIT: Helmut Schmidt weist Angela Merkel zurecht

    Hamburg (ots) - In Erinnerung an sein "Vorbild" und seinen "politischen Erzieher", den SPD-Oppositionsführer der 60er Jahre Fritz Erler, tadelt Altbundeskanzler und ZEIT-Herausgeber Helmut Schmidt in der jüngsten Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT die CDU-Vorsitzende Angela Merkel:

    "Wenn in jüngster Zeit Angela Merkel, die heutige
Oppositionsführerin, der deutschen Sozialdemokratie ein 'gestörtes
Verhältnis zur Nation' glaubt vorwerfen zu dürfen, sogar ein
'historisches Versagen der SPD', dann muss man ihr empfehlen, Fritz
Erler nachzulesen ... Sie wird dann finden, dass Erler von 1952 bis
zu seinem Tode 'die Wiedervereinigung Deutschlands in Freiheit ...
nicht als ein Fernziel der nächsten Generation, sondern als ...
Gegenwartsaufgabe ... der Politik' erstrebt hat. Und wenn sie die
Reden ihres Vorgängers Helmut Kohl nachliest, so wird sie finden,
dass dieser sowohl 1975 die Helsinki-Schlussakte der KSZE als auch
vorher die ganze Ostpolitik abgelehnt hat. Vielleicht führt solches
Studium dann zur Einsicht, dass Oppositionsführer leider der
Versuchung zur exaltierten Negation ausgesetzt sind und auch deshalb
Fehler machen. Wer dieser Versuchung widerstehen kann, der mag sich
zum Staatsmann entfalten - so wie Fritz Erler."
  
    Diese PRESSE-Vorabmeldung aus der ZEIT Nr. 9/2001 mit
    Erstverkaufstag am Donnerstag, 22. Februar 2001, ist unter
    Quellen-Nennung DIE ZEIT zur Veröffentlichung frei. Der
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