DIE ZEIT

Schwindende Chancen für Zwangspfand auf Getränkeverpackungen

    Hamburg (ots) - Wie die Wochenzeitung DIE ZEIT in ihrer aktuellen
Ausgabe berichtet, schwinden die Chancen für ein Zwangspfand. Als
Umweltminister Jürgen Trittin kürzlich mit Andreas Troge, dem Chef
des Umweltbundesamtes (UBA), die neueste UBA-Ökobilanz über
Getränkeverpackungen präsentierte, machte er aus seiner Vorliebe
keinen Hehl, die wachsende Dosenflut mittels eines Zwangspfandes zu
bekämpfen. Zunehmend macht sich jetzt in den Regierungsparteien
Skepsis gegenüber dem Zwangspfand breit. Dass Klaudia Martini (SPD),
die rheinland-pfälzische Umweltministerin, davon nicht viel hält, ist
schon seit längerem bekannt. Nun hat der niedersächsische Ressortchef
Wolfgang Jüttner den Eindruck, dass sogar "eine Mehrheit seiner
Länderkollegen gegen ein Zwangspfand ist". Er selbst hält die
Regelung für "ökologisch eher kontraproduktiv".
    
    Genau das meint auch ein dritter Sozialdemokrat im Bunde, der
brandenburgische Umweltminister Wolfgang Birthler. Auch Birthler sehe
ein Zwangspfand "eher skeptisch", ließ das Potsdamer Ministerbüro den
Kollegen in Niedersachsen schriftlich wissen. Weil das Zwangspfand
auch ohne Änderung der Verpackungsverordnung droht, dürfte der Druck
auf eine Änderung des Regelwerks nun wachsen. Die von Birthler
favorisierte Lösung - Abgabe statt Pfand - gilt in Berlin allerdings
als chancenlos.
    
    
    Diese Vorabmeldung aus der ZEIT Nr. 34/2000 mit Erstverkaufstag am
Donnerstag, 17. August 2000 ist unter Quellen-Nennung DIE ZEIT zur
Veröffentlichung frei. Der Wortlaut des ZEIT-Textes kann angefordert
werden.
                  
    
    
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