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"Der heimliche Sieger" des Schlosswettbewerbs wurde ausgebremst

Hamburg (ots) - Neuer Streit um das Humboldt-Forum auf dem Berliner Schlossplatz: Der Stuttgarter Architekt Arno Lederer, Mitglied im Preisgericht, plädierte in der ZEIT dafür, den Entwurf des Büros Kuehn Malvezzi zu realisieren. Dieser sei "der heimliche Sieger dieses Wettbewerbs".

Dem prämierten Architekten Franco Stella seien die Pläne von Kuehn Malvezzi klar überlegen: "Alles, wirklich alles, was das Programm fordert, ist nicht nur korrekt abgearbeitet, sondern bietet auch eine ganz eigene, frische und unerwartete Antwort." Beispielsweise bündelten die Berliner Architekten "alle Funktionen an einem Zugang, und zwar anders als Stella ohne Enge oder formale Zwänge".

Dass der Entwurf von Kuehn Malvezzi am Ende dennoch nur einen Sonderpreis bekam, habe "vor allem an der Angst vor juristischen Streitigkeiten" gelegen, schreibt Arno Lederer. "Kuehn Malvezzi sind an jenen Rechthabern gescheitert, die im Schwäbischen Düpfelesscheißer heißen und die sofort Klage erheben, wenn ein Konkurrent sich dadurch Vorteile verschafft, dass er die Aufgabe mit einem gewissen Eigenwillen löst." Der Entwurf hatte keine klassische, sondern eine hängende Kuppel vorgesehen. "Das war offenbar zuviel der Freiheit."

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Den kompletten ZEIT-Beitrag der ZEIT Nr. 1 vom 23. Dezember 2008
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