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TV-Produzent Rademann: Es gibt keine großen Volksschauspieler mehr

Hamburg (ots) - Der deutsche TV-Produzent Wolfgang Rademann bedauert, dass dem Fernsehen die großen Volksschauspieler abhanden gekommen sind. "Das liegt vermutlich daran, dass, außer im bayerischen Fernsehen, die Dialekte beinahe abgeschafft wurden", sagt der 73-Jährige Berliner der ZEIT. Er habe kein Problem damit, durch Serienerfolge wie Das Traumschiff und Die Schwarzwaldklinik als "vordergründiger Unterhaltungsmacher" zu gelten: "Schlechte Nachrichten kennen die Leute genug." Und auf 90 Minuten Entspannung folge im Fernsehen doch immer wieder "der miese Wetterbericht - die Pause ist kurz genug".

Jahrelang produzierte Rademann erfolgreich Die Peter Alexander Show im ZDF; der Sänger und Entertainer sei bis heute sein "wichtigster Freund". Allein seine Leidenschaft für das Angeln habe er nie teilen können: "Das war mir zu blöde, immer zu warten, bis so ein Fisch kommt, daran habe ich keinen Spaß". Sein Hass auf Langeweile markiere womöglich ihre einzige Differenz: "Peter Alexander ist wesentlich fauler als ich, dafür ist er wesentlich begabter."

Freiheit und Unabhängigkeit, so Rademann, seien ihm stets wichtig gewesen, sowohl im Beruflichen als auch im Privaten. Der Produzent, der seit 32 Jahren eine Fernbeziehung mit der Schauspielerin Ruth Maria Kubitschek führt: "Allein der Gedanke, dass mich jemand fragt, was machst du heute Abend, nervt mich. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich tue viele Dinge freiwillig gerne, aber nie auf Druck. Ich habe auch nie eine Firma gegründet, ich war immer alleine, ein Einzelgänger."

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Das komplette ZEIT-Interview der ZEIT Nr. 13 vom 19. März 2008 senden
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