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Deutschtürken fühlen sich nicht von Kanzlerin Merkel vertreten

Hamburg (ots) - Die überwältigende Mehrheit der türkischstämmigen Männer und Frauen in Deutschland fühlt sich nicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel vertreten. 78 Prozent der Deutschtürken erklären in einer Umfrage der ZEIT, sie glaubten nicht an Merkels Versprechen, sie sei auch die Kanzlerin der hier lebenden Türken. Noch größer ist die Ablehnung bei Türken mit deutscher Staatsangehörigkeit: Von ihnen halten sogar 85 Prozent die Aussage der CDU-Politikerin für unglaubwürdig.

Für die Umfrage befragte das Institut TNS Emnid im Auftrag der ZEIT 400 Deutschtürken.

Die Befragung zeigt ein tiefes Misstrauen vieler Deutschtürken gegenüber Deutschland. So haben 58 Prozent von ihnen das Gefühl, in Deutschland unerwünscht zu sein. 44 Prozent erklären, sie hätten ein Problem damit, wenn Sohn oder Tochter eine Deutsche oder einen Deutschen heiraten würden. 92 Prozent äußerten die Überzeugung, es sei wichtig, "dass die Türken in Deutschland ihre eigene Kultur bewahren".

Dennoch sind unter dem Strich die meisten Deutschtürken zufrieden mit der Entscheidung, nach Deutschland zu gehen. Knapp zwei Drittel (63 Prozent) bejahten die Aussage, es sei richtig gewesen, mit der Familie nach Deutschland gekommen zu sein. Nur 31 Prozent sehen das anders.

Die überwältigende Mehrheit der Deutschtürken sieht den Schlüssel zur Eingliederung in der Sprache: 83 Prozent erklären, ohne die deutsche Sprache habe man als Einwanderer keinen Erfolg. 61 Prozent meinen, in Deutschland könne es "jeder unabhängig von der Herkunft zu etwas bringen".

Den kompletten Text der ZEIT Nr. 12 vom 13. März 2008 senden wir Ihnen gerne zu.

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