Deutsche Telekom AG: Die schnellste Verbindung geht durch die Luft (mit Bild)

Die schnellste Verbindung geht durch die Luft (mit Bild)

Bonn/Köln (ots) -

   Telekom startet erstes LTE-Netz in Großstadt 
   Konzern investiert 5 Mio. Euro für Kölner Bürger  

Ab sofort kann sich Köln nicht nur über die 763 km des am besten ausgebauten öffentlichen Verkehrsnetzes in Deutschland freuen. Zusätzlich dazu erhält die Stadt die schnellsten mobilen Surf-Verbindungen in der Republik: Nur zwölf Monate nach der Versteigerung nimmt die Deutsche Telekom das erste LTE-Hochgeschwindigkeitsnetz (Long Term Evolution) in einer deutschen Großstadt in Betrieb. Nach Köln werden über 100 weitere Städte im gesamten Bundesgebiet mit dem Mobilfunk der nächsten Generation versorgt. Der weitere Ausbau startet in den kommenden Wochen.

"Ich freue mich besonders, dass es uns gelungen ist, nur 12 Monate nach der LTE-Versteigerung den Startschuss für die Nutzung des schnellsten mobilen Internets hier in Köln geben zu können", so René Obermann anlässlich der Inbetriebnahme des neuen Netzes in Köln mit dem NRW-Wirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger und dem Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters. "Die Ausbaugeschwindigkeit zeigt, wie wichtig uns die Leistungsfähigkeit unserer Netze ist."

"Wir freuen uns sehr, dass die Deutsche Telekom mit Köln eine Stadt im bevölkerungsstärksten Bundesland ausgewählt hat, um die neue Technologie einzusetzen. Damit stärken wir die Wirtschaftsmetropole Köln und den Technologiestandort NRW", so Harry K. Voigtsberger, Minister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.

Ebenso erfreut zeigte sich der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters: "Schnelle Datenverbindungen sind heute genauso wichtig wie die Autobahnanbindung oder ein Flughafen. Mit dem schnellen Datennetz der Deutschen Telekom ist Köln gut für die Zukunft gerüstet."

LTE im gesamten Stadtgebiet verfügbar

Die 11 Linien der Kölner Stadtbahn sorgen für die optimale Vernetzung der einzelnen Haltepunkte. Die gleiche Funktion haben die 100 LTE-Basisstationen, die mobiles Surfen unter idealen Bedingungen mit bis zu 100 Mbit/s möglich machen. 576 Fahrzeuge der Verkehrsbetriebe schaffen das, was auch mit einem LTE-Surfstick der Deutschen Telekom möglich wird: Die Vorteile modernster Technologie auch unterwegs zu nutzen.

"Mit dem neuen LTE-Angebot erweitern wir unser Produktportfolio und eröffnen den Kölner Kunden interessante neue Anwendungen via Funk. Somit gibt es die Möglichkeit, die Surf-Geschwindigkeit, die man vom Festnetz kennt, auch mobil zu erleben", so Niek Jan van Damme, Vorstandsmitglied und verantwortlich für das Deutschlandgeschäft der Telekom. "Diese Möglichkeit wird es in Zukunft auch für viele weitere Kunden in anderen Städten geben."

Erfahrung macht sich bezahlt

Rund 80 Mitarbeiter der Deutschen Telekom haben in rund 5.000 Arbeitsstunden die Technik installiert. Neben den 100 LTE-Stationen hat das Unternehmen in den vergangen Monaten rund 120 km Glasfaserkabel im Kölner Stadtgebiet verlegt, um die Basisstationen mit der modernsten Übertragungstechnik zu verbinden. Ein Investitionsvolumen von rund 5 Millionen Euro macht Köln jetzt auch beim mobilen Surfen zur schnellsten Stadt der Republik.

Vorteile für den Kölner Bürger auf einen Blick

- Geschwindigkeitsrekord: mobiles Surfen unter idealen Bedingungen
  mit bis zu 100 Mbit/s 
- Einsatz der 1,8 Ghz Technik für Surfen auf Glasfaserniveau 
- 100 LTE-Basistationen versorgen den gesamten Innenstadtbereich.
- Rund 150 km2 werden ausgebaut. 
- Speedstick LTE: Erstes LTE-Endgerät speziell für die mobile
  Nutzung. Der Speedstick LTE unterstützt neben der LTE-Technologie 
  auch die bestehenden Netze und kann somit bundesweit auch in 
  GSM/EDGE (2G) und auch UMTS/HSPA (3G) genutzt werden. 
- Ab 01.07. spezielles Tarifangebot für Köln: Für die 
  Einführungsphase von LTE in Köln wird die Maximalgeschwindigkeit 
  des aktuellen Tarifs web'n'walk Connect XXL für drei Monate auf bis
  zu 100 Mbit/s im Download erhöht. Zudem entfällt in den ersten drei
  Monaten der Grundpreis i.H.v. 74,95 EUR. 
- Mit der Verfügbarkeit von LTE in weiteren Großstädten erfolgt im
  Herbst 2011 die Einführung eines weiteren Highspeed-Tarifs. Dieser 
  ermöglicht die Nutzung von LTE mit der vollen Bandbreite von bis zu
  100 Mbit/s im Download. Mit einem Inklusivvolumen von 50 Gigabyte 
  kostet der Tarif monatlich 89,95 EUR. Auch dieser Tarif wird in der
  Einführungsphase für drei Monate grundpreisbefreit sein. 

Start einer Testphase mit ausgewählten Geschäftskunden auch außerhalb von Köln

Parallel zum Ausbau in Köln startet bereits im Juni eine umfassende LTE-Testphase mit ausgewählten Geschäftskunden mit Schwerpunkt in München, Frankfurt und Münster. Mit dem zur Verfügung gestellten Speedstick LTE können die Kunden als erste die Vorteile von LTE erleben.

Netze sind der Schlüssel für rasantes Wachstum

- Das Datenvolumen im deutschen Mobilfunk steigt unaufhörlich. Waren 
  es im Jahre 2005 noch 0,2 Mio. Gigabyte, sind es laut einer 
  Schätzung des Branchenverbands Bitkom rund 70 Mio. Gigabyte in 
  2011. Das entspricht dem Datenvolumen von rund 45 Mio. Spielfilmen.
- Positiv entwickeln sich auch die mobilen Datenumsätze: Laut
  Branchenverband wird in diesem Jahr die
  Sieben-Milliarden-Euro-Schwelle erreicht. 
- Noch in diesem Jahr wird der Smartphone Absatz die         
  Zehn-Millionen-Stück-Grenze überschreiten und über 2,2 Mrd. Euro 
  Umsatz realisieren. Jedes dritte neue Mobiltelefon wird ein
  Smartphone sein. Damit steigt die Nachfrage von 5,4 Mio. Stück im 
  Jahr 2009 auf über 10 Mio. im Jahr 2011, so Bitkom. 
- Ebenso positiv entwickelt sich der App-Markt. In 2010 wurden rund 
  900 Mio. Applikationen geladen. Damit hat sich die Zahl der 
  App-Downloads im Vergleich zu 2009 mehr als verdoppelt. Ein Ende
  dieser Entwicklung ist nach Einschätzung von Bitkom nicht 
  abzusehen. 

LTE: Die Technik der Zukunft

- Im Mai 2010 hat die Deutsche Telekom erfolgreich an der bislang größten deutschen Frequenzversteigerung teilgenommen und dabei insgesamt 95 MHz an Spektrum gesichert. Insgesamt hat das Unternehmen für die neuen Frequenzbereiche rund 1,3 Mrd. Euro ausgegeben.

- Im Frequenzbereich von 790 bis 862 MHz, der sogenannten Digitalen Dividende, hat die Telekom 20 MHz (zwei Mal zehn MHz) ersteigert. Mit diesem Spektrum sollen zunächst ländliche Regionen mit Breitband-Anschlüssen versorgt werden und kurzfristig erst so genannte "weiße Flecken" geschlossen werden. Die Digitale Dividende eignet sich hierfür besonders, weil nur relativ wenige Funkstationen benötigt werden, um eine Breitbandversorgung zu realisieren.  Das ersteigerte Spektrum in den übrigen, höheren Frequenzbereichen (1,8 GHz und 2,6 GHz) wird die Deutsche Telekom einsetzen, um die Kapazitäten und die Geschwindigkeit für den steigenden Datenverkehr in den Ballungsgebieten zu erweitern.

Schnelles Internet für ländliche Regionen

Eine wesentliche wirtschaftliche Grundlage des Netzausbaus in ländlichen Regionen sind DSL-Kooperationen mit Gemeinden. Die Telekom hat seit 2008 mit über 2.500 Gemeinden Kooperationen geschlossen und mehr als 300.000 Haushalte mit Breitband ausgebaut. Inzwischen versorgt das Unternehmen den ländlichen Raum mit Bandbreiten bis zu 50 Mbit/s.

Zum Hintergrund: Wo der Netzausbau aufgrund niedriger Kundenpotenziale und hoher Kosten für die Telekom allein wirtschaftlich nicht vertretbar ist, bietet der Konzern Kooperationen an. Die Kommunen können sich dann auf unterschiedliche Weise am Ausbau beteiligen, indem sie beispielsweise Kabelkanalanlagen zur Verfügung stellen, den Tiefbau übernehmen oder die finanzielle Deckungslücke ausgleichen. Hauptfaktor bei den Kosten sind die Tiefbauarbeiten, die bis zu 60.000 Euro pro Kilometer betragen. Über die Förderprogramme der Bundesländer erhalten die Gemeinden in der Regel den größeren Teil ihrer Investitionen zurück.

Netzausbau im Technologie-Mix

Um möglichst vielen Gemeinden auf dem Land die Breitbandanbindung zu ermöglichen, setzt der Konzern verstärkt auf den sogenannten Technologie-Mix. Wo der Ausbau über Festnetz zu teuer ist, prüft die Deutsche Telekom Mobilfunk- und Richtfunklösungen, um den Bürgern über alternative Technologien schnelle Internetzugänge anbieten zu können. Im Technologie-Mix hat die Telekom bis Ende 2010 rund 95 Prozent der Haushalte mit einer Bandbreite von mindestens einem Megabit pro Sekunde versorgt.

LTE ermöglicht eine effiziente Breitbandversorgung und spielt damit in ländlichen Räumen mit vergleichsweise wenigen Mobilfunk-Basisstationen eine wichtige Rolle.

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