Bundesärztekammer

Ärztetag macht den Weg frei für Hausarzt neuen Typs

Rostock (ots) - Mit großer Mehrheit hat der 105. Deutsche Ärztetag in Rostock einer Neuordnung der Hausarzt-Qualifikation zugestimmt. Künftig werden "Fachärzte für Innere und Allgemeinmedizin" die hausärztliche Versorgung der Bevölkerung sicherstellen. Die bisher nicht einheitliche Hausarzt-Qualifikation wurde als Hindernis auf diesem Weg gesehen. "Mit dieser wichtigen Richtungsentscheidung haben wir den Dualismus in der hausärztlichen Versorgung überwunden und dem Hausarzt der Zukunft ein einheitliches Profil gegeben", sagte Dr. Hans Hellmut Koch, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer und Vorsitzender der Weiterbildungsgremien der Bundesärztekammer. Angenommen wurde ein Modell der Bundesärztekammer, das eine zweigliedrige Struktur in allgemeinmedizinisch/internistisch geprägte Hausärzte und spezialisierte Internisten vorsieht. Damit wurde der dreigliedrige Status quo abgelöst, nach dem bisher zwischen Allgemeinmedizinern, hausärztlich tätigen Internisten und spezialärztlich tätigen Internisten unterschieden wird. Das neue Modell orientiert sich an früheren Beschlüssen Deutscher Ärztetage. So entschied bereits der 99. Deutsche Ärztetag 1996 in Köln, dass die hausärztliche Betreuung der Patienten künftig in erster Linie durch umfassend qualifizierte Allgemeinärzte neuen Typs erfolgen soll. "Ein Modell zukünftiger hausärztlicher Versorgung muss Strukturen schaffen, die geeignet sind, eine hochqualifizierte Patientenversorgung zu gewährleisten, den Nachwuchsmangel in der hausärztlichen Versorgung zu beheben und jungen Ärztinnen und Ärzten eine berufliche Perspektive zu geben", erklärte jetzt der 105. Deutsche Ärztetag. Nach dem Beschluss des Ärztetages sollen zukünftig sowohl allgemein-internistische als auch allgemeinmedizinisch-hausärztliche Tätigkeiten in einer fünfjährigen Facharzt-Weiterbildung vermittelt werden. Somit würde aus den beiden bisherigen Facharztbezeichnungen für "Allgemeinmedizin" und "Innere Medizin" alter Prägung der neu zusammengeführte "Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin". Neben diesem einheitlichen Weiterbildungsgang für Hausärzte wird es weiterhin eine Weiterbildungsmöglichkeit zum Schwerpunktinternisten, also z.B. dem Endokrinologen, Gastroenterologen und Kardiologen, geben, dessen Weiterbildungszeit dann sechs Jahre betragen wird. ots Originaltext: Bundesärztekammer Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Pressekontakt: Rückfragen bitte an: Pressestelle der deutschen Ärzteschaft, Tel.: 030-30 88 98 30 Original-Content von: Bundesärztekammer, übermittelt durch news aktuell

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