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Mario Vargas Llosa: "Ich wurde mit Sex-Geschichten zum professionellen Schreiber"

    München (ots) - Für seinen 13. Roman Das Fest des Ziegenbocks wird er als Anwärter für den Nobelpreis gehandelt. Als 14jähriger verkaufte er erotische Geschichten an seine Mitschüler. Die Geschichten seien Fantasien eines Kindes gewesen".  Ausdruck der ersten Entdeckungsreise in die Erotik, die ich damals machte, sagt Mario Vargas Llosa im PLAYBOY-Interview.          Er habe über etwas geschrieben, über das er noch gar nichts wußte. Es sei in der Militärschule aber gut angekommen, über Sex zu schreiben. Unterbewusst sei es für ihn die Gelegenheit gewesen, die literarische Berufung, die er in sich spürte, auszudrücken. Mit Sex-Geschichten sei er zum professionellen Schreiber geworden.          Als Kind habe er Abenteuerromane geliebt. Erst als Erwachsener habe er heraus gefunden, dass Karl May über Dinge erzählte, die er nie im Leben gesehen hatte. "Das hat mir imponiert". Bis heute rufe die Erinnerung an seine Kindheits-Helden nostalgische Erinnerungen in ihm hervor. Vielleicht seien deshalb viele seiner Charaktere einzigartige, stets ein bisschen frustrierte Helden.          Er liebe zudem Western und nennt vor allem John Ford und John Wayne "großartig." Bei Büchern sei er in der  Auswahl strikt. "Schlechte Romane kann ich nicht ertragen. Ein schlechter Stil macht mich wütend." Bei Filmen sei das anders. Er liebe es, von ihnen unterhalten zu werden.          Seit mehr als vier Jahrzehnten lebt er in verschiedenen europäischen Metropolen. Sie gäben ihm die Möglichkeit, anonym zu leben. Das bedeute Freiheit für ihn.  Es sei stets sein Ziel gewesen, Weltbürger zu sein. Peru bezeichnet er dennoch als seine Heimat. "Dort habe ich die fundamentalen Erfahrungen meines Lebens gemacht". Llosa ist ein wohlhabender Mann., der sich den Luxus gönnt, "mich auf Dinge konzentrieren zu können, die mir gefallen. Materielle Sehnsüchte kenne ich nicht."          Diese Meldung ist unter Quellenangabe "Playboy" zur Veröffentlichung frei.

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