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Voice over IP
Telefonieren im Internet

Karlsruhe (ots) - Die weltweite Kommunikation per E-Mail ist schon seit mehreren Jahren möglich. Nach und nach entwickelte sich das Internet zu einer Plattform, die diverse Kommunikationsmittel integrierte. Mit dem Begriff ,Unified Messaging' wurden Systeme benannt, die neben der E-Mail auch den Versand und Empfang von Faxen und SMS-Nachrichten sowie eine Anrufbeanworterfunktion boten. Mit der Integration der Internet-Telefonie geht es noch einen Schritt weiter. Nicht nur Nachrichten - ,Messages' - können jetzt ausgetauscht werden, sondern die direkte interaktive Kommunikation wird ermöglicht. Damit beginnt die ,Unified Communication', welche den PC zum Dreh- und Angelpunkt der täglichen Kommunikation werden lässt. Der Anbieter WEB.DE (http://web.de) hat mit seinem kostenlosen Kommunikationsdienst FreeMail 1998 als E-Mail Service begonnen. Im Februar 2000 implementierte er als einer der ersten einen kompletten, kostenlosen Unified Messaging Service und bietet auch jetzt wieder als kostenloser Anbieter mit der Internet-Telefonie einen ,State-of-the-art' Service für seine über 2,1 Millionen registrierten Kunden. Internet-Telefonie oder auch "Voice over IP", "VoIP" oder "IP-Telefonie" nennen Fachleute den neuen Trend. Das bedeutet Sprachvermittlung über ein Internetprotokoll. "IP" steht dabei für "Internetprotokoll" - dieses enthält die speziellen Parameter für die technische Übertragung im weltweiten Netz. Kosten für IP-Telefonie Der neue Voice over IP Dienst bei WEB.DE Unified Communication ist kostenlos. Für den Internetnutzer fallen lediglich die regulären Internetzugangsgebühren an, die momentan bei den günstigsten Internet-by-Call Anbietern zwischen 1,9 und 2,5 Pfennig pro Minute rangieren. Wie funktioniert Voice over IP? Bei der Internet-Telefonie werden Sprachsignale nicht nur über Telefonleitungen übermittelt, sondern in digitalen Datenpaketen über das Internet verschickt. Hierbei sind verschiedene Varianten des Telefonierens denkbar: Von PC zu PC, vom PC zum Telefon und umgekehrt oder selbst via Internet von Telefon zu Telefon. Wenn die IP-Pakete beim Angerufenen eintreffen, werden sie, je nach verwendeter VoIP-Variante, entweder von "Gateways" - das sind Schnittstellen zwischen dem konventionellen Telefonnetz und dem Internet - oder von dem angewählten Rechner weiterverarbeitet. Die Signale werden dekomprimiert, analogisiert und in hörbare Sprache umgewandelt. Systemvoraussetzungen Der dabei benutzte Rechner braucht nicht mehr Leistung als zum Surfen, sollte aber zumindest über einen 100 MHz getakteten Pentium-Prozessor sowie einen Hauptspeicher von 16 MB verfügen und muss eine Soundkarte integriert haben. Neuere Rechner haben diese in der Regel bereits eingebaut. Als Zubehör verwendet man am besten ein so genanntes "Headset", das Kopfhörer mit einem Mikrofon verbindet. Was der Anwender dann in sein Mikrofon spricht, verwandelt die Soundkarte in digitale Datenpakete, die statt über die normalen Telefonleitungen durch das Internet geschickt werden. Einige Telefonie-Programme funktionieren schon mit Datenübertragungsraten von 14,4 KB pro Sekunde, aber je schneller das Modem, desto höher ist die Qualität der Verbindung. Die besten Ergebnisse erreicht man über einen ISDN-Anschluss oder über eine Standleitung. VoIP - Idee mit Zukunft Die Idee, das Internet als Transportmedium für die Telefonie zu nutzen, wurde erstmals von der israelischen Firma VocalTec im Jahre 1995 auf den Markt gebracht. In den USA gab es zunächst massiven Widerstand durch die Telefongesellschaften, die ein Verbot von entsprechender IP-Telefonsoftware gefordert hatten, da insbesondere bei Ferngesprächen für die Telefonverbindung von und zu den Einwahlknoten in der Regel lediglich Ortstarife anfallen und für die eigentliche Fernverbindung nur die niedrigeren Kosten für Internetzugang und -nutzung. In der Zwischenzeit kann man auch hierzulande "per Mausklick" während des "Surfens" telefonieren, ohne dass eine gesonderte Telefonverbindung geschaltet und bezahlt werden muss. Softwareprogramme wie der WEB.DE SmartSurfer helfen noch zusätzlich Kosten im Internet zu sparen. Weitere Nutzungsmöglichkeiten der neuen Technologie, wie Bildtelefonie oder Audio- und Videokonferenzen am PC werden bald keine Zukunftsvisionen mehr sein. 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