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Wirtschaftswachstum in Europa lässt nach

Frankfurt am Main (ots) - Studie von PricewaterhouseCoopers: vor allem Deutschland und Italien betroffen / Trendumkehr durch New Economy in Aussicht Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der wichtigsten europäischen Wirtschaftsräume wird in den nächsten zwei Jahren weniger stark wachsen als bisher. Der Anstieg des BIP in Europa wird im Durchschnitt von 3,3 Prozent zum Ende des vergangenen Jahres auf etwa 2,75 Prozent in 2002 zurückgehen. Deutschland und Italien müssen sogar mit noch stärkeren Einbußen rechnen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie European Economic Outlook, die von PricewaterhouseCoopers jährlich durchgeführt wird. Die Ursachen für diese Trendwende sind vielfältig. Neben dem sich abschwächenden Weltwirtschaftswachstum macht Pricewaterhouse-Coopers auch die gestiegenen Zinsen und Ölpreise für die Abkühlung in Europa verantwortlich. Noch deutlicher fällt der Rückgang im Rahmen eines pessimistischen Zukunftsszenarios der Studie aus. Bei einer harten Landung der US-Wirtschaft würde sich das Weltwirtschaftswachstum auf etwa 1,5 Prozent im Jahr 2002 reduzieren. Wendepunkt im dritten Quartal 2000 Die ersten Anzeichen für den Abschwung innerhalb Europas zeigten sich bereits im vergangenen Jahr. Nach einer starken Wachstumsphase im ersten Halbjahr 2000 schwächte sich die Zunahme des EU-Bruttoinlandsproduktes im dritten Quartal von 3,7 auf 3,3 Prozent ab. Im europäischen Vergleich gehören Deutschland und Italien auch hier zu den Ländern mit den stärksten Einbrüchen. Parallel zu dieser Entwicklung hat laut Ifo-Index auch das Vertrauen in die Konjunktur nachgelassen. Obwohl das Investitionsvolumen auf einem konstant hohen Niveau bleibt, hat der im Vergleich zur hohen Export-Quote noch stärkere Anstieg beim Import zu einem Leistungsbilanzdefizit geführt. Zudem bewirkte der kontinuierliche Nettokapitalfluss in den ersten drei Quartalen des zurückliegenden Jahres eine Abschwächung des Euro gegenüber dem Dollar. Zwar erholte sich die europäische Gemeinschaftswährung zum Ende des Jahres, jedoch nicht aufgrund wachsenden Vertrauens in die EU-Wirtschaft, sondern aus Skepsis gegenüber der US-amerikanischen Wirtschaftslage. Ein weiterer Indikator für die Abkühlung des europäischen Wirtschaftsklimas ist ein Anstieg der Verbraucherpreise, der mit 2,9 Prozent im vergangenen September deutlich über dem von der Europäischen Zentralbank (EZB) festgesetzten Limit von 2 Prozent lag. Zugleich übertraf auch der Anstieg der kursierenden Geldmenge (M3) den von der EZB veranschlagten Referenzwert von 4,5 Prozent. Zinssenkungen und die New Economy fördern das Wachstum In einem positiven Szenario der Studie European Economic Outlook von PricewaterhouseCoopers kann ein Abschwung der US-Wirtschaft durch rechtzeitige Zinssenkungen in einen neuerlichen Auftrieb verwandelt werden, der sich positiv auf Europa auswirkt und dort zu einem starken Anstieg des BIP um etwa 4 Prozent in 2002 führt. Vor allem Deutschland und Italien käme dieses Szenario gelegen, denn die Wirtschaftsleistung beider Länder liegt bislang immer noch unter dem vorhandenen Potenzial. Allerdings sollten die Zinssätze hier maximal 4 bis 4,5 Prozent betragen, um diese Wachstumschancen voll auszuschöpfen. Einige Analysten neigen zu der Auffassung, dass der lang anhaltende Boom der US-Wirtschaft im Zusammenhang mit der Entwicklung der New Economy steht. Sie sehen den Anstieg der Produktivität in den Informations- und Kommunikationstechnologien (IUK) begründet und führen den Rückgang der Arbeitslosigkeit auf fundamentale Veränderungen des Arbeitsmarktes zurück. Vergleichbare Tendenzen gibt es auch in Europa. Allerdings zeigt eine Analyse der vorhandenen Daten, dass die Entwicklung der New Economy in Europa weit hinter dem Stand in den USA zurückliegt. Zudem ist keineswegs sicher, dass IUK-Technologien überhaupt eine makroökonomische Auswirkung haben. Selbst Forscher in den USA finden bis heute keinen Beweis dafür, das IUK-Technologien auch in anderen Branchen und Märkten einen entscheidenden Einfluss auf die Produktivität haben. Trotz dieser Unsicherheiten gibt es europaweit starke Zuwächse bei den Investitionen für IUK. In einem weitgehend spekulativen Nebenszenario der Studie, das mögliche Auswirkungen der New Economy auf die Gesamtwirtschaft berücksichtigt, könnte sich das Wachstum der EU-Mitgliedstaaten bis 2005 jährlich um einen zusätzlichen Prozentpunkt auf 3 bis 3,5 Prozent erhöhen. Auf lange Sicht wird jedoch die außergewöhnliche Leistung der US-Wirtschaft abnehmen. In diesem Fall muss die europäische Wirtschaft eine stärkere Rolle übernehmen, um das Wachstum der Weltwirtschaft aus eigener Kraft sichern zu können, so das Fazit der Studie. ots Originaltext: PwC Deutsche Revision/PricewaterhouseCoopers Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Weitere Informationen erhalten Sie bei: Nicole Susann Roschker PwC Deutsche Revision / PricewaterhouseCoopers Marketing & Kommunikation/Presse Tel: 069/9585-1669 Fax: 069/9585-3331 nicole.susann.roschker@de.pwcglobal.com Für den Herausgeber: Die Gruppe PwC Deutsche Revision/PricewaterhouseCoopers ist in Deutschland mit einem Umsatz von rund 2,4 Milliarden Mark eines der marktführenden integrierten Dienstleistungsunternehmen im Bereich Prüfung und Beratung. Rund 10.000 Mitarbeiter arbeiten an über 40 Standorten in Deutschland für nationale und internationale Mandanten jeder Größe. 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