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BARMER GEK fordert Erhalt der Arzneimittel-Rabattverträge

Berlin (ots) - Die Vorstandsvorsitzende der BARMER GEK, Birgit Fischer, lehnt Pläne der CDU/CSU nach einer Einschränkung der Arzneimittel-Rabattverträge ab. Die Rabattverträge hätten sich in der Vergangenheit sowohl für die Versicherten als auch die Krankenkassen bewährt. Aus diesem Grund fordert Fischer von der Bundesregierung ein klares Bekenntnis zum Erhalt dieser Vertragsmöglichkeiten. "Die Forderung der Union stellt einen Rückschritt dar und ist ökonomisch falsch", kritisiert Fischer. Seit Monaten stehe die BARMER GEK mit ihrer neuen Ausschreibung in den Startlöchern. Wegen der politischen Unklarheiten werde der Ausschreibungsbeginn jedoch zurückgehalten. Seit 2003 räumt der Gesetzgeber den Krankenkassen die Möglichkeit zum Abschluss von Rabattverträgen ein, seit 2009 müssen diese öffentlich ausgeschrieben werden.

Fischer: "Wir sind startklar und wollen mit unserer Ausschreibungssystematik Neuland betreten. Politische Rückendeckung und Rechtssicherheit sind dafür allerdings Mindestvoraussetzung." Eigentlich wollte die BARMER GEK bereits Ende Januar über 300 Wirkstoffe in fünf Gebietslosen ausschreiben. Die größte Krankenkasse Deutschlands erwartet dabei ein Einsparvolumen von rund 145 Millionen Euro. Anders als die AOK-Rabattverträge, die für einzelne Wirkstoffe jeweils exklusive Vertragspartner vorsehen, will die BARMER GEK mehrere Anbieter zum Zuge kommen lassen, um mit dieser "mittelstandsfreundlichen" Ausrichtung den generischen Markt auf Dauer wettbewerbsfähig zu halten.

Diese Rabattphilosophie geht auf die laufenden Sortimentsverträge zurück, die die BARMER GEK mit verschiedenen großen und mittelständischen Generikaherstellern abgeschlossen hat und die seit 1. Januar 2010 für alle 8,5 Millionen Versicherten der BARMER GEK gelten. Fischer: "Diese Verträge sind Gold wert. 80 Prozent der Generika, die 2009 an unsere Versicherten abgegeben wurden, sind Produkte von Vertragspartnern. Im letzten Jahr erzielten wir erhebliche Einspareffekte von rund 100 Millionen Euro, nicht so sehr über die Rabatthöhe, sondern über eine breite Rabattpartnerquote." Fischer verweist zudem auf die Vorteile bei der Versorgung: "Damit vermeiden wir Lieferengpässe und sichern eine breite Medikamentenauswahl im Interesse unserer Versicherten."

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