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ifaa: Lohnlücke zwischen Frauen und Männern existiert faktisch kaum

ifaa: Lohnlücke zwischen Frauen und Männern existiert faktisch kaum
Sven Hille, Leiter der Fachgruppe Arbeitszeit und Vergütung Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. (ifaa). Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/82380 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/ifaa - Institut für angewandte ...

Düsseldorf (ots) - "Real existiert keine nennenswert große Lücke zwischen den Löhnen von Frauen und Männern. Sie liegt bei der Gesamtbetrachtung aller Faktoren um zwei Prozent", erklärt Sven Hille, Leiter der Fachgruppe "Arbeitszeit und Vergütung" am Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. (ifaa). Damit widerlegt der Experte des ifaa den Mythos um eine Lohnlücke von 22 Prozent. Die Zahlen zur Lohnlücke von knapp 22 Prozent stammen vom Statistischen Bundesamt. "Dieses ermittelt den Durchschnittsverdienst aller Arbeitnehmer, der dem Durchschnittsverdienst aller Arbeitnehmerinnen gegenüber gestellt wird. Doch bei dieser Darstellung werden entscheidende Faktoren nicht berücksichtigt,", ergänzt Hille.

Nach Abzug der zu berücksichtigenden Ursachen für die Entgeltunterschiede (Arbeitszeit, Berufswahl, Dauer der Betriebszugehörigkeit) bleibt eine Lücke von sieben Prozent. "Rechnet man noch die ununterbrochene Beschäftigungsdauer hinzu, bleibt eine Lücke von zwei Prozent", fasst der Experte zusammen. Die Gründe für unterschiedlichen Verdienst von Frauen und Männern liegen u. a. in

   - einem höheren Anteil von Frauen in Teilzeit, 
   - Berufswahl von Frauen (viele entscheiden sich weiterhin seltener
     für Berufe und Branchen mit höheren Verdienstchancen), 
   - längere Erwerbsunterbrechungen von Frauen (oft in Zusammenhang
     mit familienbedingten Unterbrechungen). 

   "Frauen werden definitiv nicht für die gleiche Arbeit 
unterschiedlich bezahlt. Ändern müssen sich die Erwerbsverläufe von 
Frauen. Dafür muss an einigen Stellschrauben gedreht werden ," 
fordert Hille.  Er erklärt weiterhin: "Unternehmen sind sich immer 
mehr ihrer Verantwortung bewusst und setzen beispielsweise auf 
flexible Arbeitszeiten, damit für Frauen und Männer Familie und Beruf
besser zu vereinbaren sind." Gleichzeitig ist auch der Staat 
gefordert, zum Beispiel mehr für die Kinderbetreuung zu tun. Zu guter
Letzt sind die Frauen auch selbst gefordert, sich für andere 
Karrierewege zu entscheiden. 

Weitere Informationen zum Thema und zum Institut erhalten Sie bei Christine Molketin unter c.molketin@ifaa-mail.de. Gerne vermitteln wir auch Interviews mit unseren Experten.

Pressekontakt:

INSTITUT FÜR ANGEWANDTE ARBEITSWISSENSCHAFT E. V. (IFAA)
ANSPRECHPARTNERIN: Christine Molketin, Uerdinger Straße 56, 40474
Düsseldorf
KONTAKT: 0211 542263-26, c.molketin@ifaa-mail.de,
www.arbeitswissenschaft.net
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