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Fortschrittliche Arbeitszeitgestaltung im Rahmen des Arbeitszeitgesetzes

Fortschrittliche Arbeitszeitgestaltung im Rahmen des Arbeitszeitgesetzes
Dipl.-Psych. Corinna Jaeger, Wissenschaftliche Mitarbeiterin ifaa. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/82380 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/ifaa - Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V./Tania Walck"

Düsseldorf (ots) - "Zeitgemäße Arbeitszeitgestaltung: Anforderungsgerechte und ergonomische Planung von Schichtarbeit" - darüber referierte Dipl.-Psych. Corinna Jaeger, wissenschaftliche Expertin des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. (ifaa), auf dem Sicherheitswissenschaftlichen Kolloquium im Institut ASER der Bergischen Universität Wuppertal am 2.12.2014.

Das Arbeitszeitgesetz zielt zum einen auf die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer und zum anderen auf die Verbesserung der Rahmenbedingungen für flexible Arbeitszeiten ab. Das Gesetz fordert eine menschengerechte Gestaltung der Schichtarbeit nach gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen. Klassische Schichtmodelle weisen oftmals Probleme auf. "Arbeitszeitverlängerung und finanzieller Ausgleich von Mehrarbeit führen zu übermäßiger Belastung und Beanspruchung", erläutert Jaeger. "In Phasen unterdurchschnittlicher Auslastung steht kein Flexibilitätsspielraum zur Verfügung. Eine schwankende und tendenziell steigende Auftragslage kann nicht mehr abgedeckt werden", ergänzt die Expertin.

Daraus resultiert ein Bedarf nach einem flexiblen betrieblichen Arbeitszeitrahmen mit individuellem Gestaltungsspielraum. Auf der betrieblichen Seite müssen die Betriebs- und Arbeitszeit an die variierende Auftragslage angepasst werden. Auf der anderen Seite steht die individuelle Gestaltung der Arbeitszeit für die persönlichen Bedürfnisse und Interessen der Beschäftigten. Im Vortrag ging Jaeger auf drei verschiedene Ansätze ein:

Präventiv Beeinträchtigung mindern

Vermeidbare Belastungen werden durch ergonomische Schichtpläne verhindert. Als Maßnahme verdeutlicht Jaeger exemplarisch: Maximal drei Nachtschichten blockweise in kurz vorwärts rotierenden Schichtplänen. Geeignet sind beispielsweise Arbeitsblöcke mit zwei Frühschichten, zwei Spätschichten, zwei Nachtschichten in Folge. Einsatz bei gesundheitlich bedingten Beeinträchtigungen fördern Optimierte Arbeitszeitgestaltung trägt dazu bei, die Belastung für gesundheitlich beeinträchtigte Beschäftigte zu mindern. Das kann z. B. über Anpassungen der Dauer der Arbeitszeit und Häufigkeit von Pausen gelöst werden.

Einsatz bei situativ bedingten Beeinträchtigungen fördern

Bei zeitlich eingeschränkt verfügbaren Beschäftigten kann der Einsatz beispielsweise über Wahlmöglichkeiten bei Volumen, Dauer und Verteilung der Arbeitszeit optimiert werden. Der neue ifaa-Film "Schichtarbeit arbeitswissenschaftlich gestaltet - entlastet Mitarbeiter und stärkt Unternehmen" zeigt anhand von zwei Unternehmen, wie ergonomische Schichtpläne erfolgreich umgesetzt werden.

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