WLAN-Router mit Diagnose-Funktion können klären, welche Daten auf welchen Wegen ungewollt ins Netz gelangen

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München (ots) - Immer mehr Heimgeräte sind über eigene Netzwerkschnittstellen dauerhaft online und senden selbstständig Daten / Eltern können durch Datenanalyse prüfen, welche Daten ihre Kinder per WLAN ins Internet übertragen / Über die Namensauflösung externer IP-Adressen lässt sich oft auch der Zielserver des Datenverkehrs identifizieren / Auswertung fremder Daten aber rechtlich unzulässig / Neue PC-WELT-Ausgabe (3/2013) ab 1. Februar am Kiosk

WLAN-Router stellen mittlerweile in fast allen Haushalten den zentralen Zugangspunkt zum Internet dar. Die wenigsten Nutzer sind sich jedoch bewusst, welche Daten dabei eigentlich genau ausgetauscht werden und mit wem. Wie die Zeitschrift PC-WELT in ihrer neuen Ausgabe (3/2013, EVT 1. Februar) berichtet, sind zum Beispiel immer mehr Haushaltsgeräte über eigene Netzwerkschnittstellen mit dem WLAN-Router verbunden - und somit dauerhaft online. Manche Geräte nutzen dies dazu, aktiv Statusinformationen oder Nutzungsstatistiken zu verschicken. Auch wenn mehrere Personen einen WLAN-Zugang nutzen, lässt sich etwa für Eltern kaum nachvollziehen, welche Daten ihre Kinder beim Surfen im Internet bewusst oder unbewusst übertragen. Einige WLAN-Router bieten jedoch eine versteckte Diagnose-Funktion, mit deren Hilfe Datenströme aufgezeichnet werden können. Zu deren Auswertung braucht es lediglich noch eine entsprechende Software, die kostenfrei erhältlich ist.

Ob der eigene WLAN-Router in der Lage ist, den ein- und ausgehenden Datenverkehr aus dem heimischen Netzwerk mitzuschneiden, klärt bei den meisten Modellen ein Blick in die Geräte-Konfiguration. Ist die Funktion aktiviert, können Nutzer über die Zuordnung der vom Router innerhalb des Heim-Netzwerks verteilten IP-Adressen genau herausfinden, welches Gerät welchen Datenverkehr verursacht. Bei externen Adressen lässt sich dies zwar nicht so einfach nachvollziehen. Allerdings können auch hier IP-Adressen von einzelnen Web-Servern häufig mit konkreten Domains verknüpft werden, sodass erkennbar wird, welche Daten wohin gelangt sind. Neben HTML-Seiten können so selbst Binärdaten wie Bilder und Videos im Nachhinein entziffert werden. Nicht möglich ist das allerdings bei der Nutzung einer verschlüsselten Datenübertragung, etwa per Https oder VPN. Anwender sollten jedoch unbedingt beachten, dass ausschließlich die Auswertung des eigenen Datenverkehrs oder jenes der eigenen, minderjährigen Kinder rechtlich zulässig ist.

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Redaktion PC-WELT,
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