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Route du Rhum: mare-Skipper Jörg Riechers segelt sensationell auf den sechsten Platz

Hamburg (ots) - Sein großes Ziel war es, in die Top Ten zu segeln. Das hat er geschafft: Der Hamburger Jörg Riechers (42) hat mit seiner mare.de bei der legendären "Route du Rhum", die vom französischen Saint-Malo nach Guadeloupe führt, den sechsten Platz ersegelt. Und das in der mit 44 Teilnehmern am stärksten besetzten Division Class 40, in der die gesamte internationale Einhand-Elite an den Start ging. Eine großartige Leistung, die nicht nur in Frankreich Wellen schlug. Der Hamburger kam in der vergangenen Nacht gegen 4 Uhr (MEZ) im Zielhafen Pointe-à-Pitre an.

Ein wenig erschöpft von den Strapazen der Tour, aber mit einem Strahlen im Gesicht sagte er bei seiner Ankunft: "Nachdem ich zeitweise auf dem dritten Platz lag und das Podium zum Greifen nah schien, war ich zunächst etwas enttäuscht, dass es doch nicht ganz gereicht hat. Jetzt aber bin ich sehr glücklich über meinem sechsten Platz. Hätte mir das jemand vor der Regatta prophezeit, hätte ich ihm nicht geglaubt."

Ein fast zerbrochener Bugspriet kurz vor dem Ziel sorgte dafür, dass Riechers beim hart umkämpften dritten Platz seine Konkurrenten vorbeiziehen lassen musste. Mit großem Vorsprung kam der Franzose Thomas Ruyant nach 17 Tagen, 23 Stunden und 10 Minuten als Erster ins Ziel. "Der hat wirklich eine super Performance gezeigt und absolut verdient gewonnen", sagt Riechers anerkennend. Die beiden Franzosen Nicolas Troussel und Yvan Noblet belegen die Plätze 2 und 3. Übrigens: Riechers benötigte für die 3540 Seemeilen (6500 Kilometer) lange Marathon-Etappe 19 Tage und 11 Stunden.

Der Extremsegler spielte auf dem rauen Atlantik seine Stärken geschickt aus, segelte seine mare.de schnell, teilte sich seine Kräfte gut ein und bewies vor allem einen guten Sinn für Wind und Wetter. Doch 18 Tage ohne Komfort in einem spartanisch eingerichteten Boot, permanenter Schlafmangel und Astronautennahrung zehrten auch an seinen Kräften: "Ich freue mich jetzt wahnsinnig auf eine Dusche, ein Steak und auf das Wiedersehen mit meiner Freundin", gesteht er. Sein Sponsor Nikolaus Gelpke, Chefredakteur der Zeitschrift mare, sagt: "Wir sind total begeistert von Jörgs Leistung! Er ist in der Spitzengruppe unter den allerersten sieben angekommen, mit einer vergleichsweise kurzen Distanz zu den Erstplatzierten. Ohne den Materialschaden kurz vor dem Ziel wäre er vielleicht sogar auf dem Treppchen gelandet - dann hätten Jörg und wir unser Glück erst recht nicht fassen können."

Die "Route du Rhum", eine der härtesten Einhand-Regatten der Welt, findet nur alle vier Jahre statt. Riechers ist erst der zweite deutsche Teilnehmer, der an dem Transatlantik-Klassiker teilnimmt. Der erste war bei der Premiere 1978 Klaus Schrodt, der als 14. von 36 Seglern ins Ziel kam.

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