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Lag baOmer 2014 am Jerusalem Friedensmal in der Hessentagsstadt Bensheim
Frieden kommt an

Lag baOmer 2014 am Jerusalem Friedensmal in der Hessentagsstadt Bensheim / Frieden kommt an
Rabbiner Mordechai Mendelson übergibt am Jerusalem-Friedensstein dem Erbauer der Denkmalstätte Thomas Zieringer eine Jerusalem-Skulptur aus Silber. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/82312 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Friedensmal ...
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Bensheim (ots) - Am Jerusalem Friedensmal in der Hessentagsstadt Bensheim wurde am vergangenen Sonntag erstmals das jüdische Lag baOmer-Fest gefeiert. Es ist ein Fest in der freien Natur. Das Jerusalem Friedensmal liegt ganz im Grünen im Geopark Bergstraße-Odenwald am Europäischen Fernwwanderweg. Bei bestem Wetter traf dort die jüdische Chabad Gemeinde aus Karlsruhe auf Bürger aus der Hessentagsstadt. Das Begegnungsfest stand unter dem Motto: Frieden kommt an. Das Jerusalem Friedensmal macht mit seiner Atmosphäre und Symbolik Schritte in ein neues Miteinander möglich. Es stellt dar, was aus einer dunklen deutschen Vergangenheit für die Gegenwart zu leben ist: es ist der Würde und Freiheit des Menschen gewidmet und es ist ein Bekenntnis von deutscher Seite zu einer jüdischen Wurzel unserer abendländischen Kultur.

Um 11:30 Uhr wurden die 50 jüdischen Gäste aus Karlsruhe am Ortseingang des Bensheimer Stadtteils Hochstädten im Tal empfangen. Der Weg hoch auf den Hügel des Friedensmals führte über ein Gelände, auf dem sich im 2. Weltkrieg ein Außenlager des KZ-Natzweiler Struthof befand. So war auch hier wie an vielen Orten in Deutschland noch die Vergangenheit gegenwärtig. Es war eine kurze Wanderung von 30 Minuten. Am Jerusalem Friedensmal angekommen führte der Initiator und Architekt der Denkmalstätte Thomas Zieringer die Gäste durch die Symbolik der Gestaltung. Startpunkt war der Jerusalem-Friedensstein. Er hat eine Seite des Schmerzes mit dem Aufruf: "Wo sich Staub zu Licht wandelt" und eine Seite der Hoffnung mit dem Ruf neuen Lebens: Yerushalayim! Der Rabbiner der jüdischen Chabad Gemeinde, Mordechai Mendelson, machte am Jerusalem-Friedensstein in einer Rede darauf aufmerksam, dass solche so notwendigen Orte nur mit viel Idealismus und einer Freiheit von materiellem Denken entstehen können. Als Dank für die Anstrengungen der Engagierten des Friedensmal-Vereins überreichte er dem Initiator des Projektes eine Skulptur aus Silber, welche die Stadt Jerusalem darstellt.

Die Besucher gingen dann gemeinsam in den 26 m großen Denkmalkreis über eine Schwelle hinweg auf der geschrieben ist: "Erkennet das Heilige in eurer Mitte". So verschieden die Menschen in der Welt sind, so finden sie doch eine Gemeinsamkeit in der Würde, die jedem Menschen zusteht. Der Gang durchs Friedensmal findet seinen Abschluss in der Mitte des Denkmalkreises im Lebensbaum. Dort finden die Besucher einen Davidstern, der auf einer "Weißen Rose" liegt.

Der gute Geist am Friedensort war in vielen Details zu beobachten. So hatten die jüdischen Besucher kosheres Essen für ihr Picknick mitgebracht und andere Besucher hatten ihr Picknick mit Speißen, die nicht kosher waren. Und doch trennte es nicht die Menschen, denn die Freude war eine gemeinsame. Die Kinder spielten am Friedensmal gemeinsam, unbeeinflusst davon, ob sie Juden waren oder gar Altbürger oder Neubürger im Ort. Um 3 Uhr mittags verabschiedete sich Rabbiner Mordechai Mendelson und seine Gemeinde von den Gastgebern in Bensheim-Hochstädten. Die Fahrt der jüdischen Besucher ging weiter nach Michelstadt. Dort lebte einst der Rabbiner Seckel Löb Wormser, der ein großer Gelehrter war. Es erinnert an ein reiches jüdisches Leben in Deutschland.

Nach dem Abschied wurde es wieder ruhig am Jerusalem Friedensmal am Europäischen Fernwanderweg. Aber nur für kurze Zeit. Viele Wandergruppen würden an diesem Tag noch Rast an der dieser Stätte des Friedens und der Begegnung in der Natur machen.

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