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dpa-Aufsichtsrat genehmigt Zentralisierung der Redaktionen in Berlin

    Hamburg (ots) - Die Deutsche Presse-Agentur dpa kann ihre Zentralredaktionen für Bild, Text, Audio, Video, Grafik und Internet in Berlin konzentrieren. Das gaben Geschäftsführung und Chefredaktion nach einer Sitzung des dpa-Aufsichtsrats am Dienstag in Hamburg bekannt. Das Gremium gab Geschäftsführung und Chefredaktion der dpa hierfür seine Zustimmung. "Im sechzigsten Jahr ihres Bestehens sieht sich die dpa tiefgreifenden Herausforderungen gegenüber. Diese Freigabe durch den Aufsichtsrat ist ein entscheidender Schritt, um sie zu meistern", sagte Chefredakteur Wilm Herlyn. "Wir investieren in die Zukunftsfähigkeit der Agentur", sagte Malte von Trotha, Vorsitzender der dpa-Geschäftsführung.

    "Die Veränderungen in der Medienbranche in Richtung Multimedia erfordern von dpa eine grundlegende Neuausrichtung", sagte Herlyn. "Wir leben aber auch weiter von unserer regionalen Kompetenz. Die werden wir in jedem Fall erhalten und ausbauen. Die Berichterstattung aus der Fläche wird von dieser Entscheidung profitieren", sagte Herlyn. Der designierte Chefredakteur Wolfgang Büchner ist seit Mitte März in das Projekt eingebunden und begrüßt die Entscheidung des Aufsichtsrates.

    Wie genau die neue Zentralredaktion aussehen wird und wo in Berlin sie ihren Platz findet, soll in den nächsten Monaten geklärt werden. "Wir werden jetzt in die konkreten Planungen einstiegen und dabei natürlich weiterhin die zuständigen Betriebsrats-Gremien einbeziehen", sagte Herlyn. "

    Wir können die dringend notwendigen Reformen in den dpa-Zentralredaktionen jetzt mit voller Kraft angehen. Wir können im 60. Jahr der dpa-Geschichte eine schlagkräftige und schlanke Einheit schaffen, in der über Medien- und Ressort-Grenzen hinweg geplant, produziert und ausgeliefert werden kann. Das ist eine wichtige Nachricht für unsere Kunden und für uns", sagte Herlyn.

    "Wir wissen, dass diese Entscheidung von vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhebliche Flexibilität erfordert. Wir werden die Konsequenzen gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretungen prüfen und uns um faire und tragbare Lösungen bemühen", sagte von Trotha. "Wir sind wirtschaftlich gesund und können die mit diesem Projekt verbundenen finanziellen Belastungen bewältigen."

    Die abschließende Entscheidung über die Zentralredaktion und ihren genauen Standort auf der Basis der anstehenden weiteren Planungen liegt nun bei der Geschäftsführung und Chefredaktion.

    Von Trotha betonte, dass Hamburg als Unternehmenssitz der dpa und als Sitz zentraler Dienstleistungen im Unternehmen und der Unternehmensgruppe wie Vertrieb, IT, Controlling oder Buchhaltung auch nach dieser Entscheidung des Aufsichtsrates nicht zur Diskussion stehe.

    Aktuell sind die Zentralredaktionen der dpa dreigeteilt: Die Bildredaktion arbeitet in Frankfurt am Main, die Dienste für Internet und Mobilfunk werden wie die Ratgeberangebote, die Grafiken und die Basisdienst-Berichterstattung aus den Ressorts Politik International, Wirtschaft, Vermischtes, Wissenschaft, Medien, Kultur und Sport in Hamburg erstellt. Die Redaktion Politik Deutschland für die innenpolitische Berichterstattung sitzt mit einer Fotoredaktion, dem Audio- und Videoteam und dem Englischen Weltnachrichtendienst in Berlin.

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