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Minister zu Guttenberg begrüßt Aufklärungs-Tornados aus Afghanistan

Köln (ots) - Bundesminister der Verteidigung Karl-Theodor zu Guttenberg nimmt am 30. November 2010 an einem Appell beim Aufklärungsgeschwader 51 "Immelmann" in Jagel/Schleswig Holstein anlässlich der Rückkehr der Aufklärungs-Tornados aus dem Afghanistan-Einsatz teil. Zusammen mit dem Inspekteur der Luftwaffe Generalleutnant Aarne Kreuzinger-Janik wird Minister zu Guttenberg die Besatzungen nach ihrem Überführungsflug an ihrer Heimatbasis begrüßen.

Sechs Maschinen waren seit April 2007 im Einsatzgeschwader im nordafghanischen Mazar-e Sharif stationiert. In diesem Zeitraum wurden über 4.500 Einsätze mit rund 7.900 Flugstunden absolviert. Die deutschen Tornados zählten in den vergangenen Jahren nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ zu den wesentlichen afghanistanweit eingesetzten Aufklärungsmitteln der internationalen Schutztruppe ISAF. Neben der hohen technischen Zuverlässigkeit erfuhr insbesondere die professionelle und detaillierte Auswertung der über 50.000 Aufklärungsbilder hohe Anerkennung.

Die Stärke der Tornados liegt in ihrer Fähigkeit, aufgrund hoher Geschwindigkeit und modernster Sensorik flexibel auf kritische Lageentwicklungen reagieren und auch weit entfernte Ziele zeitnah und detailliert aufklären zu können. Seit Oktober 2009 war es durch den Einsatz der RecceLite-Aufklärungsbehälter möglich, hochaufgelöste digitale Bilder aufzunehmen und nahezu in Echtzeit noch während des Fluges an die Bodenstation zu übertragen.

Vor dem Hintergrund der Schwerpunktverlagerung von ISAF zugunsten des Aufbaus und der Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte sowie der derzeit ausplanbaren personellen Obergrenze des deutschen ISAF Kontingents von 5.000 Soldatinnen und Soldaten war es notwendig geworden, das deutsche Einsatzkontingent neu auszurichten. Am 22. September 2010 hatte Minister zu Guttenberg daher in enger Absprache mit der NATO entschieden, die Aufklärungs-Tornados aus Afghanistan abzuziehen.

Im Bereich des Regionalkommandos Nord sind durch Abstützung auf Fähigkeiten der Partnernationen sowie national mit den unbemannten Systemen HERON 1 und den taktischen Drohnen KZO, LUNA und ALADIN weiterhin leistungsfähige Aufklärungsmittel verfügbar. Die erforderliche taktische Luftaufklärung in Gesamt-Afghanistan wird künftig durch Systeme anderer ISAF-Truppensteller wahrgenommen. Eine begrenzte Verfügbarkeit dieser Systeme muss vor dem Hintergrund der dringlichen Aufgabe des Aufbaus und der Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte hingenommen werden.

Zukünftig werden mehrere Tornados des Aufklärungsgeschwaders 51 "Immelmann" für die NATO als Reserve bereitgehalten, um bei Bedarf, vorbehaltlich der Billigung des Parlamentes, kurzfristig nach Afghanistan verlegen zu können.

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