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Drei Viertel der Nemax-Elite kommen aus gutem Hause

Köln (ots) - Nemax-Entrepreneure wollen keine klassische Konzernkarriere / 39 Prozent halten ihr Leben für gelungen Die Führer der New Economy blicken selbstbewusst in die Zukunft und den Börsen-Crash haben sie nicht als Niederlage empfunden. Ihre höchsten Werte heißen "Dinge bewegen" und "Unabhängigkeit", hingegen haben "Macht" und "Härte" eine geringe Bedeutung. Für die Nemax-Führer ist eine klassische Konzernkarriere daher keine Alternative. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe 12/2002) exklusiv und bezieht sich auf die erste unter soziologischen Aspekten durchgeführte Studie unter der Führungs-Elite des Neuen Marktes. Im Auftrag der Düsseldorfer Identity Foundation befragte der Hohenheimer Soziologe Eugen Buß anonym 30 Vorstandschefs und Gründer aus Nemax-notierten Firmen nach ihrem Selbstverständnis. Ein weiteres zentrales Ergebnis: Die Kinderstube scheint wichtig für den Weg in die Nemax-Elite zu sein: Laut 'Capital' kommen 74 Prozent der Befragten aus privilegierten Elternhäusern. Das unternehmerische Denken haben sie häufig bereits mit der Muttermilch aufgesogen: Ihre Väter arbeiten als Selbstständige, Spitzenmanager und leitende Angestellte, ihre Mütter sind zu 62 Prozent berufstätig. Wie die Studie für 'Capital' weiter ergab, ticken die Führer der Nemax-Unternehmen, von denen fast 60 Prozent jünger als 40 Jahre alt sind, anders als die gängigen Klischees Glauben machen wollen. So etwa Geldgier: "Die Anleger und Analysten waren allemal geldgieriger als die Unternehmer", meint der frühere Microlog-Chef Frank Weise, jetzt im Vorstand der Bundesanstalt für Arbeit. Für die Nemax-Elite ist Geld nur Mittel zum Zweck, um etwas zu bewegen. Genauso wenig hält das Klischee vom Swinging Single: 63 Prozent der Führungs-Elite des Neuen Marktes ist verheiratet und hat Kinder. Nicht bestätigt hat sich leider auch die angebliche Weiblichkeit der New Economy: Unter den 30 Befragten sind nur zwei Frauen. Diese Generation ist frei von Selbstzweifeln und Selbstkritik, bescheinigt die Studie der Führungs-Elite des Neuen Marktes. Fragen nach dem Sinn ihres Tuns oder nach Glück beantwortet sie pragmatisch. So hält über ein Drittel (39 Prozent) hält das eigene Leben bereits jetzt für gelungen. Religion als Orientierung brauchen die meisten nicht: 40 Prozent haben der Kirche den Rücken gekehrt. ots Originaltext: 'Capital' Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Für Rückfragen: Brigitta Lentz, Redaktion 'Capital', Tel. 0221/4908-241, Fax 0221/4908-595 Original-Content von: Capital, G+J Wirtschaftsmedien, übermittelt durch news aktuell

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