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US-Großkanzlei Hausfeld lockt Mandanten für Klage gegen VW

Berlin (ots) - Zusammenarbeit mit Prozessfinanzierer soll Klagen zum Nulltarif ermöglichen / Europaweite Online-Plattform für Diesel-Geschädigte startet

Berlin, 20. April 2016 - In der VW-Diesel-Affäre startet die US-Großkanzlei Hausfeld am Sonntag eine europaweite Online-Registrierungsplattform für Geschädigte, um Mandanten für ihre geplante Klage gegen den Konzern zu sammeln. VW-Besitzer, Betreiber von Autoflotten, aber auch Aktionäre könnten auf dieser Seite ihre Schadensersatzansprüche anmelden und an einen deutschen Rechtsdienstleister abtreten, sagte Christopher Rother, Statthalter der US-Kanzlei in Deutschland, dem Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe 5/2016, EVT 21. April). "Damit können deutsche Kunden ihren Anliegen besser Gehör verschaffen, ohne teure Anwälte, Gutachter- und Gerichtskosten tragen zu müssen."

In der VW-Diesel-Affäre vertritt die Kanzlei von US-Staranwalt Michael Hausfeld bereits Zehntausende Mandanten in Europa. In Deutschland vertritt sie bislang die Besitzer von 3.000 VW-Dieselfahrzeugen. Die Kanzlei hatte VW eine Frist bis Ende März für ein Gespräch gesetzt, um über eine Entschädigung für europäische Kunden zu sprechen und einen Vergleich zu erzielen. Der Autobauer hatte die Frist allerdings verstreichen lassen.

Das Modell, das die US-Großkanzlei europäischen VW-Geschädigten anbietet, funktioniert so: Die Mandanten treten einen Teil ihrer Ansprüche im Erfolgsfall an einen Finanzinvestor ab, der die Klagen finanziert. Mit Blick auf einen sich abzeichnenden Vergleich zwischen Volkswagen und den zuständigen US-Behörden sagte Hausfeld-Deutschland-Chef Rother, Marschroute für das Vorgehen der Kanzlei gegen den Autokonzern in Europa seien die Verhandlungsergebnisse in den USA. Die europäischen VW-Kunden seien "keine Bürger zweiter Klasse", sagte Rother. In den USA könnte es am Donnerstag zu einem Vergleich kommen, bei dem Volkswagen gegenüber den US-Behörden weitreichende Zugeständnisse macht.

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