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Experten-Beirat: Vertrieb von Riester-Verträgen stoppen

Köln (ots) - Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen soll massenhafte Fehlsteuerung verhindern / Lukrativere Angebote von rund 50 Pensionskassen und -fonds stecken noch bis Jahresende im Genehmigungsstau Das Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen (BAV) soll "den Vertrieb der Riester-Verträge unterbinden". Wie das Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe 6/2002, EVT 7. März) berichtet, fordern dies die Professoren Jürgen Basedow, Ulrich Meyer, Dieter Rückle und Hans-Peter Schwintowski in einem öffentlichen Appell. Der wissenschaftliche Beirat des Bundes der Versicherten - bis auf Prof. Rückle auch Mitglieder der Regierungskommission zur Versicherungsreform - hält einen Vermittlungsstopp von Riester-Verträgen solange für angebracht, bis "die lukrativeren betrieblichen Angebote auf dem Markt sind". Rund 50 Pensionskassen und -fonds stecken laut 'Capital' bei der Zertifizierungsstelle des Aufsichtsamts für Riester-Produkte voraussichtlich noch bis zum Jahresende 2002 im Genehmigungsstau. Dadurch sind die ausgerechnet für die Versicherten besonders günstigen Angebote derzeit nicht auf dem Markt zu bekommen. "Unterdessen verkaufen Finanzvermittler millionenfach Verträge, die viel weniger bringen und unflexibler sind. Dadurch versichern sich massenhaft Leute falsch", erläutert Professor Schwintowski gegenüber 'Capital'. Um diesen Missstand schnell zu beheben, müsste Bundesfinanzminister Hans Eichel dem BAV mehr Personal bewilligen. Die Finanzvermittler sollten zudem aufgefordert werden, ihre Kunden auch über die noch fehlenden Produkte aufzuklären. Ansonsten hätten Anleger später die Chance, Verträge wieder aufzulösen. ots Originaltext: 'Capital' Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Für Rückfragen: Ingrid Herden, Redaktion 'Capital', Tel. 221/4908-112, Fax 0221/4994-148 Original-Content von: Capital, G+J Wirtschaftsmedien, übermittelt durch news aktuell

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