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Bundesbank hofft auf "starke Drei" bei Löhnen und Gehältern: Lohnzuwächse in Deutschland bleiben aus Notenbank-Sicht hinter Möglichkeiten

Berlin (ots) - 19. Januar 2016 - Trotz der Lohn- und Gehaltszuwächse in den vergangenen Jahren hofft die Bundesbank 2016 auf ein noch stärkeres Plus. "Wir wünschen uns eine starke Drei vor dem Komma in diesem Jahr", hieß es aus Kreisen der Bundesbank-Führung in Frankfurt gegenüber dem Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe 2/2016, EVT 21. Januar). Zwar hätten die Einkommen in Deutschland seit 2012 zugelegt, aber gerade 2015 sei die Lohnentwicklung hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Daher seien 2016 aus geldpolitischer Sicht noch kräftigere Zuwächse wünschenswert, hieß es weiter.

In diesem Jahr werden in mehreren großen Branchen die Einkommen neu verhandelt, unter anderem in der Metall- und Elektroindustrie, in der Chemiebranche und im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. Insgesamt geht es dabei um Löhne und Gehälter von knapp zwölf Millionen Beschäftigten. Nach einer ersten Erhebung des Statistischen Bundesamts stiegen die Tariflöhne und Tarifgehälter 2015 nominal um durchschnittlich 2,1 Prozent. Die Inflationsrate lag gerade einmal bei 0,3 Prozent, weshalb Arbeitnehmer auch real deutlich mehr Geld im Portemonnaie hatten. Die Lohnforderung der Bundesbank ergibt sich aus dem mittelfristigen Inflationsziel der EZB von jährlich knapp zwei Prozent und einem Produktivitätsfortschritt von gut einem Prozent pro Jahr.

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