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Üppige Betriebsrenten und niedrige Zinsen belasten Unternehmen: Wirtschaftsprüfer warnen vor steigenden Rückstellungen für Pensionen

Berlin (ots) - 16. September 2015 - Hohe Betriebsrentenzusagen an ihre Mitarbeiter und die aktuellen Niedrigzinsen werden für immer mehr Unternehmen zu einer schweren Belastungsprobe. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung des Instituts der Wirtschaftsprüfer, die dem Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe 10/2015; EVT 17. September) vorliegt. Demnach könnten - unter sonst gleichen Bedingungen - die Gewinne von Unternehmen mit mehr als 50 Millionen Euro Jahresumsatz in 2016 um die Hälfte geringer ausfallen als noch im Jahr 2012. Grund seien vor allem höhere Rückstellungen in den Bilanzen, die die Unternehmen aufgrund der stark gesunkenen Zinsen machen müssten. Für ihre Analyse werteten die Experten die Bilanzdaten von mehr als 70.000 Unternehmen in Deutschland aus.

Die finanziellen Lasten durch Betriebsrenten waren zuletzt durch den Tarifstreit bei der Lufthansa deutlich geworden. Aber auch kleinere Mittelständler sind von dem Problem betroffen. Der Modelleisenbahnhersteller Fleischmann hatte Anfang August wegen hoher Ausgaben für Betriebsrenten sogar Insolvenz angemeldet. Anders als große Konzerne haben Mittelständler ihre Betriebsrentenzusagen meist auch nicht durch Versicherungen oder Kapitalreserven abgesichert.

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