Capital, G+J Wirtschaftsmedien

DMG Mori Seiki-Chef Rüdiger Kapitza: "Es gibt keine Beherrschung"
Firmenchef verteidigt Verkauf von Ex-Gildemeister

Berlin (ots) - Berlin, 18. März 2015 - DMG Mori Seiki-Firmenchef Rüdiger Kapitza (Ex-Gildemeister) verteidigt den geplanten Verkauf von Deutschlands Vorzeigemaschinenbauer an den japanischen Partner vor allem mit den günstigen Finanzierungskosten in Folge des billigen Yen. "In Europa müssten wir mehr als doppelt so viel für die Transaktion ausgeben", sagte er gegenüber dem Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe 4/2015, EVT 19. März). Deshalb habe sich sein Unternehmen auch gegen eine Übernahme von Mori Seiki entschieden.

Vor dem Übernahmeversuch seien drei Varianten geprüft worden: eine deutsch-japanische Aktiengesellschaft, eine Übernahme der Japaner - oder umgekehrt. Bislang verläuft die Übernahme zäh. Mitte März hatten die Japaner gerade 40 Prozent aller Aktien eingestrichen. Um ein Scheitern zu vermeiden, senkten sie daraufhin die Mindestbeteiligungsschwelle auf nur noch 40 Prozent ab und erhöhten das Angebot auf 30,55 Euro pro Aktie.

Die Offerte der Japaner hatte Branchenkenner irritiert, weil der deutsche Zweig etwa doppelt so viel Umsatz und Gewinn macht wie die Japaner und über 400 Millionen Euro netto Cash verfügt. Dennoch sieht Kapitza in der Übernahme kein Problem. "Wir arbeiten wie bisher unter Gleichen, jeden Tag und jede Sekunde. Es gab und gibt da keine Beherrschungs- und Ansagemuster." Kapitza versicherte, "alle Werke und alle Arbeitsplätze" blieben bestehen.

Pressekontakt:

Monika Dunkel, Redaktion 'Capital',
Tel. 030/220 74-5124, Mobil 0175/728 10 10
E-Mail: dunkel.monika@capital.de
www.capital.de

Original-Content von: Capital, G+J Wirtschaftsmedien, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Capital, G+J Wirtschaftsmedien

Das könnte Sie auch interessieren: