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"Capital Kunstkompass" 2001: Sigmar Polke zum dritten Mal an der Spitze

Köln (ots) - Richter, Nauman, Trockel wiederum auf Platz 2 bis 4, Ilya Kabakov verdrängt Pipilotti Rist von Rang 5 / Vier Deutsche unter den Top 10 / Gillian Wearing mit dem größten Sprung nach oben / Stan Douglas Newcomer des Jahres / Zwölf neue Künstler unter den Top 100 / Andy Warhol wichtigster verstorbener Künstler / Aktuell erschienen: Das Buch zum "Capital Kunstkompass" mit allen Bewertungen seit 1970 Zum dritten Mal in Folge führt Sigmar Polke die Rangliste der 100 bedeutendsten Gegenwartskünstler mit großem Vorsprung an. Auf dem zweiten bis vierten Platz liegen wie schon 1999 und 2000 Gerhard Richter, der Amerikaner Bruce Nauman und Rosemarie Trockel. Damit rangieren wiederum drei deutsche Künstler im aktuellen "Capital Kunstkompass" (Ausgabe 23/2001, EVT 1. November), der seit 1970 jährlich vom Wirtschaftsmagazin 'Capital' ermittelt wird, unter den Top 5. Sämtliche Bewertungen der Jahre 1970 bis 2001 lassen sich im jetzt erschienenen Buch "Kunst=Kapital - Der Capital Kunstkompass von 1970 bis heute" nachlesen. Der Kölner Maler Sigmar Polke konnte für sich darüber hinaus den größten Gesamtzuwachs nach Punkten reklamieren. Von Platz 5 auf Platz 8 verdrängte der russische Installations-Künstler Ilya Kabakov die Schweizer Videokünstlerin und Shooting-Star des letzten Jahres Pipilotti Rist. Newcomer des Jahres ist der kanadische Medienkünstler Stan Douglas, der auf Platz 56 einstieg (Platz 107 im vergangenen Jahr). Den größten Sprung nach vorn machte die Newcomerin Gillian Wearing, Medien-Künstlerin aus Großbritannien, die sich um 74 Plätze von Rang 156 auf 82 verbesserte. Neben Stan Douglas und Gillian Wearing stiegen zehn weitere Künstler in die Liste der 100 Besten auf: Thomas Hirschhorn, Installation (Platz 62), Manfred Pernice, Installation (Platz 71), Raymond Pettibon, Zeichnung (Platz 78), Gary Hill, VideoArt (Platz 79), Luc Tuymans, Malerei (Platz 85), Hiroshi Sugimoto, Fotokunst (Platz 86), Barbara Kruger, Kritische Kunst (Platz 90), James Turrell, Lichtkunst (Platz 91), Rineke Dijkstra, Fotokunst (Platz 93) und Vanessa Beecroft, Performance (Platz 97). Insgesamt werden für den "Capital Kunstkompass" rund 10.000 Künstler bewertet. Darunter gibt es zahlreiche Stars von Morgen, die das Potenzial haben, in die Top 100 aufzusteigen. Folgenden zehn Künstlern werden dabei die größten Chancen eingeräumt: Neo Rauch, der sich in diesem Jahr von Rang 542 auf 152 vorschob, dem baskischen Bildhauer Eduardo Chillida, dessen 5,50 Meter hohe und 87,5 Tonnen schwere Stahlskulptur "Berlin" den Platz vor dem Bundeskanzleramt ziert, Richard Hamilton, Rodney Graham, dem Künstlerpaar Sylvie Fleurie und John Armleder sowie Olaf Nicolai, Francis Alys, Doug Aitken und Albert Oehlen. Neben den Nachrückern und Newcomern bewertet der "Capital Kunstkompass" auch den Nachruhm der "Unsterblichen". Eine Flut an wichtigen Ausstellungen und Rekordsummen bei Auktionen belegte, dass die Neugier auf ihr Werk nicht nachlässt. Unter den ersten Zehn der Rangliste der berühmtesten verstorbenen Künstler gibt es nur geringe Bewegung. Platz 1 bis 5 belegen wie im Vorjahr Andy Warhol vor Joseph Beuys, Martin Kippenberger, Roy Lichtenstein und Donald Judd. Auf Platz 6 folgt Felix Gonzales-Torres (2000 Platz 9), Yves Klein liegt unverändert auf Rang 7, Marcel Broodthaers belegt Platz 8 (2000 Platz 6), Dan Flavin fiel von Platz 8 in 2000 auf Platz 9, und Nummer 10 blieb Alighiero E. Boetti. Der "Capital Kunstkompass" wurde 1970 von Willi Bongard begründet und wird seit seinem Tod von Linde Rohr-Bongard fortgeführt. Das Ranking errechnet sich aus Einzelausstellungen in rund 160 internationalen renommierten Museen und Kunstinstituten, der Beteiligung an über 130 bedeutenden Gruppenausstellungen in den letzten zwölf Monaten und Rezensionen in international bedeutenden Kunstmagazinen. Der "Capital Kunstkompass" ermittelt Rang und Ruhm zeitgenössischer Künstler unabhängig von Markt- und Verkaufserfolg. Er informiert über Trends und Konstanten im internationalen Kunstmarkt, erleichtert damit Investitionen und fungiert als wichtige Entscheidungshilfe für diejenigen, die Kunst auch als Form der Geldanlage betrachten. Sämtliche Bewertungen seit Beginn sind im gerade erschienenen 144-seitigen Buch "Kunst=Kapital - Der Capital Kunstkompass von 1970 bis heute" zu finden, Salon-Verlag, ISBN 3-89770-152-9, DM 56,50. ots Originaltext: Capital Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Für Rückfragen: Linde Rohr-Bongard, Redaktion 'Capital', Tel. 0221/41 70 00, Fax 0221/42 19 76 Original-Content von: Capital, G+J Wirtschaftsmedien, übermittelt durch news aktuell

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