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Effektivkosten bei Lebens- und Rentenversicherungen nach wie vor nicht vergleichbar: Auswertung zeigt Rendite-Einbußen durch Gebühren von bis zu 50 Prozent

Berlin (ots) - 18. Februar 2015 - Die vom Gesetzgeber zum Jahresbeginn angestrebte Preistransparenz bei Lebens- und Rentenversicherungen wird bislang nicht erreicht. Die Kostenabzüge bei privaten Rentenpolicen werden zwar anhand einer neuen Maßzahl - den Effektivkosten - ausgewiesen, doch die Rechenmethoden der Anbieter unterscheiden sich ganz erheblich, stellt das unabhängige Analysehaus Morgen&Morgen (M&M) im Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Heft 3/2015, EVT 19. Februar) fest. Für Kunden seien "Angebote mit der neuen Kostengröße nicht vergleichbar", urteilt M&M-Chef Joachim Geiberger.

Um die Effektivkosten der Gesellschaften vergleichbar zu machen, hat Morgen&Morgen einheitlich anhand eines klassischen Renten-Mustervertrages bei 31 Anbietern nachgerechnet. Häufig geht demnach ein Viertel der möglichen Rendite vor Kosten für die Gebühren drauf. Die Spanne im Markt ist jedoch groß: Während günstige Anbieter wie Cosmos oder Europa die Rendite mit ihren Gebühren nicht einmal um 0,4 Prozentpunkte schmälern, ziehen teure Gesellschaften wie HDI und Helvetia drei Mal so viel ab.

Hohe Abzüge fanden die Analysten insbesondere bei aktuellen Rentenversicherungen mit kurzer Laufzeit. Bei Verträgen über zwölf Jahre wird der Ertrag vor Kosten durch Gebühren teils sogar um die Hälfte gedrückt. Auch abseits der unterschiedlichen Kostenberechnung erleichtert die Branche laut 'Capital' Kaufinteressenten nicht gerade die Orientierung. Oft seien die Effektivkosten in den bis zu 70-seitigen Kundenunterlagen nur mit Mühe zu finden.

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Britta Langenberg, Redaktion 'Capital',
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