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'Capital'-Analyse zur Dauer von Arbeitsgerichtsprozessen und zur Höhe von Abfindungen: Thüringer-Arbeitsrichter brauchen mit durchschnittlich 6,5 Monaten die meiste Zeit für den Abschluss eines Falls

    Köln (ots) -
    
    Schleswig-Holsteiner Arbeitsrichter mit nur 2,4 Monaten am
schnellsten
    
    Die Arbeitsrichter in Thüringen benötigen für die Abwicklung eines
Arbeitsgerichtsprozesses im Bundesvergleich die meiste Zeit. Das hat
jetzt eine Analyse des Wirtschaftsmagazins 'Capital' (Ausgabe
19/2001, EVT 6. September) auf der Basis der Verfahrensdauer aller
Arbeitsgerichtsprozesse im Jahr 2000 ergeben. Danach verstreichen in
Thüringen im Schnitt rund 6,5 Monate, bis bei einem
Arbeitsgerichtsfall ein Urteil gefällt oder ein Vergleich vermittelt
wird. Am schnellsten erledigen dagegen die Arbeitsrichter in
Schleswig-Holstein ihre Arbeit. Sie benötigen im Schnitt lediglich
2,4 Monate.
    
    Ähnlich schnell wie die Schleswig-Holsteiner kommen laut 'Capital'
die Arbeitsrichter in Brandenburg mit gut 2,6 Monaten zum Ergebnis.
Zügig schreitet die Abwicklung von Arbeitsgerichtsprozessen auch in
Sachsen (2,9), Rheinland-Pfalz (3,0), Niedersachsen (3,1) und
Sachsen-Anhalt (3,1) voran. Etwas mehr Zeit bis zur Urteilsverkündung
benötigen dagegen Arbeitsrichter in Nordrhein-Westfalen (3,3),
Baden-Württemberg (3,4), Berlin (3,4), Mecklenburg-Vorpommern (3,6)
und im Saarland (3,6). Während Arbeitsgerichtsverfahren in Bremen und
Bayern mit je 3,9 Monaten gerade noch unter vier Monaten
Verfahrensdauer bleiben, vergehen in Hessen schon 4,5 Monate und in
Hamburg sogar 5,1 Monate.
    
    Ähnlich große Differenzen gibt es bei den urteilen zu Abfindungen
für Arbeitnehmer. In Hessen beispielsweise sind die Richter teilweise
vier mal so großzügig wie in Mecklenburg-Vorpommern. Solche
Unterschiede können Beschäftigte vor allem dann nutzen, wenn sie in
einer Filiale eines Großunternehmens arbeiten. Dann können sie gegen
ihren Chef in mehreren Bundesländern klagen.
    
    
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