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'Capital'-Interview mit dem ersten Versicherungs-Ombudsmann Prof. Römer: Ombudsmann will in Streitfällen pragmatischen Lösungen suchen und Unabhängigkeit beweisen

Köln (ots) - Schiedsstelle erhält ausreichend Personal für zügige Beschwerde-Bearbeitung Der erste unabhängige Ombudsmann der Versicherungsbranche, Professor Wolfgang Römer, will in Streitfällen pragmatisch auch abseits juristischer Vorgaben schlichten. Dies hat der ehemalige BGH-Richter in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe 17/2001, EVT 9. August) gut zwei Monate vor Antritt seiner neuen Aufgabe angekündigt: "Ich habe mir fest vorgenommen, den Unternehmen die eine oder andere pragmatische Lösung zu empfehlen - selbst wenn Recht und Gesetz eine andere Entscheidung erforderten." Schließlich sei den Versicherungen ja nicht damit gedient, wenn sie ständig unzufriedene Kunden haben. Seine neue Tätigkeit als Ombudsmann will Römer zu einer Erfolgsgeschichte machen und sich dafür voll einsetzen. Er sei "keine ängstliche Natur", wie er ‚Capital' bestätigte. Er lege großen Wert auf seine Unabhängigkeit und werde diese auch nutzen. Römer zeigte sich auch sicher, dass er "immer so viele Leute bekommen werde, die nötig sind, um die Beschwerden zügig zu bearbeiten". Zum Start werde er zunächst zehn Leute und etwas später auch ein Callcenter zur Verfügung haben. Die mit den Versicherungen zum Start vereinbarten Streitwertgrenzen von maximal 50.000 Euro sieht Römer als einen Anfang, da in aller Regel der Streitwert unter diesem Betrag liege. Es werde sich bei der Arbeit zeigen, ob diese Summe erhöht werden müsse. Römer kann nach heutigem Stand bei Streitfällen bis 5.000 Euro verbindlich entscheiden und bis 50.000 Euro Empfehlungen aussprechen. Römer will vor allem auch für jene Versicherten da sein, die nicht so schriftgewandt sind, um für ihr Recht einzutreten. Diese könnten ihre Beschwerden künftig im Callcenter auch mündlich einreichen: "Anrufer müssen nicht damit rechnen, abgewimmelt zu werden." Zudem gäbe es eine ganze Reihe von Regeln, die verhinderten, dass unbequeme Fälle abgewehrt würden. ots Originaltext: Capital Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Für Rückfragen: Ingrid Herden, Redaktion 'Capital', Tel. 0221/4908-112, Fax 0221/4908-261 Original-Content von: Capital, G+J Wirtschaftsmedien, übermittelt durch news aktuell

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