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Googles Chief Internet Evangelist Vinton G. Cerf: Aufteilung des Internets ist die schlechteste mögliche Antwort auf die NSA-Affäre

Berlin (ots) - 19. Februar 2014 - Einer der weltweit bekanntesten Informatiker und Gründerväter des Webs, Vinton C. Cerf, warnt vor den unabsehbaren Folgen nationaler Schutzwälle im Internet als Folge des Abhör-Skandals. In einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe 3/2014, EVT 20. Februar) sagte der heutige Chief Internet Evangelist von Google: "Die Aufteilung des Webs betrachte ich als die schlechteste mögliche Antwort. Länder, die sich entschließen, eine Grenze um sich zu ziehen, ihr Netz vom Rest der Welt zu isolieren, und nur noch selektiv Verbindungen zulassen wollen, werden die Funktionsfähigkeit des Netzes wirklich zerstören." Zurzeit sei noch Verknüpfung die Norm des Netzes, wenn aber "nationale Netzwerke die Norm würden, mit paarweisen Abkommen zum Datenaustausch zwischen Ländern, dann hätten wir ein zerteiltes Web".

Cerf befürchtet weitreichende Folgen für die Internet-Nutzer und die Wirtschaft, wenn beispielsweise die Gedankenspiele der EU in Bezug auf die "IT-Unabhängigkeit" Realität würden: "Ein zertrenntes Internet ist ein unberechenbares und daher unzuverlässiges Internet." Je mehr sich solche Schutzwälle einschlichen, desto weniger nützlich wäre das Web für Geschäfte, Wissenschaft und Bildung.

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Joachim Haack,
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