Capital, G+J Wirtschaftsmedien

"Capital-Elite-Panel" zu Joschka Fischer und der 68er-Bewegung: 37 Prozent der Führungskräfte sehen Fischers linksradikale Vergangenheit als schädlich für das Amt des Außenministers an

Köln (ots) - 52 Prozent haben Zweifel an Fischers Glaubwürdigkeit im Zusammenhang mit seiner Aussage, keine Molotow-Cocktails geworfen zu haben / 39 Prozent sehen bis heute unternehmer- und leistungsfeindliche Auswirkungen der 68er-Bewegung 37 Prozent der Führungskräfte sehen in der linksradikalen Vergangenheit von Bundesaußenminister Joschka Fischer eine generelle Schädigung des Amtes. Wie das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Wirtschaftsmagazins 'Capital' (Ausgabe 8/2001, EVT 6. April) bei rund 600 Führungskräften aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung weiter ermittelte, sind die Entscheider allerdings mehrheitlich (57 Prozent) der Meinung, das sei "Schnee von gestern". Dafür haben aber mehr als die Hälfte (52 Prozent) des "Capital-Elite-Panels" Zweifel, ob Fischers Aussage, in Frankfurt keine Molotow-Cocktails (Stichwort PLO-Konferenz/Häuserkampf) geworfen und auch nicht dazu aufgerufen zu haben, glaubwürdig ist. Gut 38 Prozent nehmen ihm seine Aussage aber ab. Diese konträre Beurteilung der Rolle Joschka Fischers spiegelt sich auch in den Einschätzungen der Elite der gesellschaftlichen Folgen der 68er-Bewegung wieder. So sind 42 Prozent der Manager und 39 Prozent der Politiker der Überzeugung, sie habe Deutschland Unternehmer- und leistungsfeindlich gemacht, während lediglich 28 Prozent der Spitzenbeamten das auch so sehen. Dafür meinen jeweils 46 Prozent der Verwaltungs-Führungskräfte und der Politiker, die 68er-Bewegung habe Deutschland erst Freiheit und Demokratie gebracht. Diese Aussage unterstützen demgegenüber nur 37 Prozent der Manager. Aufschlussreich sind auch die Aussagen der Spitzenkräfte nach ihrer jeweiligen Parteien-Präferenz. So sehen 59 Prozent der CDU-Anhänger unter den Führungskräften die Folgen von 1968 als schlecht für das Land an, während 74 Prozent der SPD-nahen Elite vom Gegenteil überzeugt sind. Das "Capital-Elite-Panel" ist Europas exklusivste Führungskräfte-Umfrage, die das Institut für Demoskopie Allensbach für das Wirtschaftsmagazin 'Capital' seit Mai 1987 bei knapp 600 Führungskräften aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung drei Mal im Jahr durchführt. Darunter sind fast 170 Vorstände oder Geschäftsführer von Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern sowie etwa 100 Politiker, vom Vorsitzenden im Parlamentsausschuss bis zum Ministerpräsidenten, und rund 100 Spitzenbeamte wie die Leiter von 32 Bundesbehörden. ots Originaltext: Capital Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: Max A. Höfer, Redaktion 'Capital' Berlin, Tel. 030/202 24-291, Fax 030/202 24-292 Original-Content von: Capital, G+J Wirtschaftsmedien, übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Meldung


Das könnte Sie auch interessieren: