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"Capital-Elite-Panel" zur Rot-Grünen Bundesregierung und Lage der Opposition: Zwei Drittel der Führungskräfte halten Schröders Wiederwahl für fraglich

    Köln (ots) -
    
    Zufriedenheit mit Wirtschaftspolitik sinkt auf tiefstes Niveau
seit Anfang 2000
    
    69 Prozent der Entscheider votieren für Abschaffung der
CDU-Doppelspitze
    
    Die zwischenzeitlich positive Haltung der deutschen Führungskräfte
gegenüber Bundeskanzler Gerhard Schröder und seiner rot-grünen
Bundesregierung droht zu kippen. Wie das Institut für Demoskopie
Allensbach im Auftrag des Wirtschaftsmagazins 'Capital' (Ausgabe
7/2001, EVT 22. März) bei rund 600 Führungskräften aus Wirtschaft,
Politik und Verwaltung ermittelte, halten jetzt zwei Drittel von
ihnen eine Wiederwahl von Schröder bei der Bundestagswahl 2002 für
fraglich. Lediglich 33 Prozent glauben nach wie vor daran, dass
Schröder weiter Kanzler bleibt.
    
    Ein Grund für die Skepsis gegenüber Rot-Grün ist die zunehmende
Unzufriedenheit mit der Wirtschaftspolitik. Laut dem
"Capital-Elite-Panel" sind heute nur noch 53 Prozent der
Führungskräfte mit der Wirtschaftspolitik zufrieden, im Herbst
letzten Jahres waren es noch 64 Prozent. Dies ist zugleich der
schlechteste Wert seit Anfang letzten Jahres, den diese Sensor-Frage
beim "Capital-Elite-Panel" erzielte. Außerdem nimmt der Glaube,
Schröder könne sein Versprechen, die Arbeitslosigkeit zu senken,
halten, deutlich ab. Nach Ansicht von sechs von zehn Führungskräften
(61 Prozent) wird bis Herbst 2002 eine Wende zum Guten nicht
erkennbar sein. Die Betriebsratsreform wird von gut drei Viertel der
Top-Entscheider (76 Prozent) als sehr schädlich für die Wirtschaft
eingeschätzt.
    
    Wenn die Opposition bei der Bundestagswahl 2002 allerdings eine
Chance haben will, muss nach Meinung einer Mehrheit der
Führungskräfte noch eine Menge passieren. Für gut zwei Drittel (69
Prozent) von ihnen zählt dazu die Abschaffung der CDU-Doppelspitze.
79 Prozent der Elite vermisst vor allem Personen mit Charisma.
Lediglich Edmund Stoiber gestehen 18 Prozent Charisma zu, bei Angela
Merkel sind es knappe acht Prozent, bei Friedrich Merz ganze 1,5
Prozent.
    
    Was die Themen für den Bundestagswahlkampf angeht, haben die
befragten Führungskräfte des "Capital-Elite-Panel" eine klare
Präferenz: 61 Prozent plädieren dafür, dass die CDU auf
Steuersenkungen setzen sollte.
    
    Das "Capital-Elite-Panel" ist Europas exklusivste
Führungskräfte-Umfrage, die das Institut für Demoskopie Allensbach
für das Wirtschaftsmagazin 'Capital' seit Mai 1987 bei knapp 600
Führungskräften aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung drei Mal im
Jahr durchführt. Darunter sind fast 170 Vorstände oder
Geschäftsführer von Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern sowie
etwa 100 Politiker, vom Vorsitzenden im Parlamentsausschuss bis zum
Ministerpräsidenten, und rund 100 Spitzenbeamte wie die Leiter von 32
Bundesbehörden.
    
    
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