Capital, G+J Wirtschaftsmedien

Capital: Sofortprogramm "Jump" bringt für Abbau der Jugendarbeitslosigkeit fast nichts
55 Prozent der Teilnehmer sind danach wieder ohne Job

Köln (ots) - Förder-Maßnahmen in Ostdeutschland kontraproduktiv Das Sofortprogramm der Bundesregierung zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit "Jump" hat sein Ziel, "Arbeit für Junge" zu schaffen, nach einem Bericht des Wirtschaftsmagazins 'Capital' (Ausgabe 5/2001, EVT 22. Februar) deutlich verfehlt. Die Jobbilanz des Programms sei katastrophal, wie eine erste Auswertung durch die Bundesanstalt für Arbeit zeige, die dem Magazin vorliegt. Demnach waren 55 Prozent der Jugendlichen nach dem Ende einer "Jump"-Maßnahme wieder arbeitslos oder in neue Maßnahmen vermittelt. Lediglich 31 Prozent fanden anschließend einen Job oder eine Lehrstelle in der freien Wirtschaft. Nach Ansicht von Experten hätten etliche dieser Jugendlichen den Sprung auf den ersten Arbeitsmarkt auch ohne Sofortprogramm geschafft. Bundesarbeitsminister Walter Riester hatte Mitte Februar erklärt:"Das Jump-Sofortprogramm ist unverzichtbar, um Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen." Laut 'Capital' entpuppt sich in Ostdeutschland gerade die üppige Förderung als Arbeitsverhinderungsinstrument. Durch ein Überangebot an Maßnahmen sinke bei vielen ostdeutschen Jugendlichen die Bereitschaft, eine freie Arbeits- oder Lehrstelle in Westdeutschland anzunehmen. "Die Jugendlichen gehen halt lieber in die x-te Warteschleife als zur Ausbildung in den Schwarzwald", sagte die Leiterin der Berufsberatung des Arbeitsamtes Halle (Saale), Cornelia Schwarz, gegenüber ,Capital'. Für 2001 hat die Bundesregierung beschlossen, die Hälfte der "Jump"-Mittel von zwei Milliarden Mark nach Ostdeutschland zu leiten. ots Originaltext: Capital Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: Dirk Horstkötter, Redaktion 'Capital' Berlin, Tel. 030/202 24-293, Fax 030/202 24-292 Original-Content von: Capital, G+J Wirtschaftsmedien, übermittelt durch news aktuell

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