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Exklusiv: ,Capital' berichtet über Probleme mit Spanien-Immobilien
Steuerfahnder haben Mallorca-Immobilien im Visier

Köln (ots) - Spanische Steuerbehörden haben deutschen Kollegen Daten von 432.000 Immobilienbesitzern übermittelt Deutschen mit Immobilienbesitz in Spanien drohen Kontrollen durch die Steuerfahndung und in der Folge möglicherweise drastische Strafen. Wie das Wirtschaftsmagazin ,Capital' in seiner neuesten Ausgabe (Nr. 4/2001, EVT 8. Februar) berichtet, liegen den deutschen Steuerbehörden erstmals detaillierte Daten vor, welchen Immobilienbesitz Bundesbürger jenseits der Pyrenäen und vor allem auf Mallorca haben. Insgesamt rund 432.000 Spanien-Immobilien stehen laut ,Capital' auf der Liste, die der spanische Fiskus den deutschen Steuerbehörden kürzlich übergeben hat. "Sobald die Fahnder ihr Material aus den Bankrazzien abgearbeitet haben, werden sie verstärkt das Material der Spanier auswerten," erwartet der Bonner Steuerstrafrechtler Karsten Randt von der Kanzlei Flick, Gocke, Schaumburg. Auslöser dieser wohl größten Überprüfung von Immobilienbesitz waren die spanischen Steuerbehörden, die trotz rasant gestiegener Immobilien-Nachfrage kaum mehr Geld aus der Grunderwerbsteuer einnahmen. Der Hauptgrund dafür ist nach Einschätzung des auf Mallorca tätigen Anwalts Günther Menth die in Spanien seit Jahrzehnten übliche Praxis, dass die in den Notarverträgen angegebenen Kaufpreise oft nur der Hälfte des tatsächlichen Wertes der Immobilie entsprachen. Der Restbetrag sei dann jeweils cash, oft als Schwarzgeld, über den Tisch gegangen - zum Nutzen von Käufer und Verkäufer, da dem Finanzamt nur der notariell besiegelte Kaufpreis zur Steuererhebung gemeldet wurde. Wie ,Capital' weiter berichtet, sollen Finanzbeamte auf Mallorca im abgelaufenen Jahr bei der Überprüfung von 4.500 Immobilien-Projekten Schwarzgeld in Höhe von knapp 200 Millionen Mark aufgespürt haben. Ein Ansatz, Schwarzgeld auf die Spur zu kommen, bieten auch die letztmals 1996 abgegebenen Vermögensteuererklärungen. Dort mussten Auslandsimmobilien mit dem Marktpreis und nicht wie inländische Häuser mit dem niedrigen Einheitswert aufgeführt werden. Meist wurde dabei aber die offizielle Summe aus dem Kaufvertrag genannt und das gezahlte Schwarzgeld unterschlagen. In diesen Fällen fragen die Steuerbehörden nach der jetzt durch die aus Spanien gelieferten Listen erkennbaren Wertabweichung. ,Capital'-Informationen zufolge sollen die deutschen Behörden auch aus anderen Ländern wie Italien oder Frankreich über verdächtige Einzelfälle in Bezug auf Immobilienbesitz von Deutschen informiert worden sein. ots Originaltext: Capital Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: Wolfgang Ludwig, Redaktion ,Capital', Tel. 0221/4908-265 oder -238, Fax 0221/4908-594 Original-Content von: Capital, G+J Wirtschaftsmedien, übermittelt durch news aktuell

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