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T-Online-Zentrale soll nach Berlin verlegt werden

Köln (ots) - Kostensenkungen und neue Angebote sollen den Turnaround schaffen Ab Herbst 2001 extrem billige Telefonie über das Internet Die Zentrale des größten deutschen Internetdienstes T-Online soll von Darmstadt nach Berlin verlegt werden. Gegenüber dem Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe 3/2001, EVT 25. Januar) sagte ein Telekom-Aufsichtsrat, "T-Online muss nach Berlin, um die Redaktionen auszubauen und eine Telekom-Tochter in der Hauptstadt zu haben." Ein weiterer Grund dafür sei auch, dass man "in Darmstadt nur wenige gute Web-Designer finde". Diese Vorgabe könnte gut zu den Plänen des neuen T-Online-Chefs Thomas Holtrop passen, der nach 'Capital'-Informationen am 28. Februar 2001 dem Aufsichtsrat seine Umbaupläne präsentieren will. In diese Pläne sollen zum einen die Vorschläge der Unternehmensberatung Roland Berger zur Kostensenkung und zum anderen die vom McKinsey-Team um den Innovationsexperten Jürgen Meffert entwickelten Modifikationen der Ablauforganisation einfließen. Stärker gefordert ist Holtrop sicher noch in den Bereichen Inhalte und Services, wo T-Online häufig den Standards der Konkurrenten zu wenig entgegen zu setzen hat. Holtrop will deshalb die Inhalte massiv ausbauen und weitere Bündnisse mit Verlagen und Medienkonzernen eingehen. Hierfür sucht Aufsichtsratschef Ron Sommer seit Monaten einen Medienprofi als sechstes Vorstandsmitglied. Außerdem plant Holtrop die "Gelben Seiten" als E-Commerce-Maschine ins Netz zu stellen und das überarbeitete Reiseportal einzuführen, das Länderinformationen und Buchungsmöglichkeiten besser verknüpft. Auch bei der Technik und Dienstleistungsbreite will T-Online aufstocken. So soll im Frühjahr laut 'Capital' ein Instant-Messaging-Dienst starten, der E-Mails direkt auf dem Bildschirm des Empfängers erscheinen lässt. Die Technologie Instant Messaging will T-Online darüber hinaus dazu nutzen, um extrem billige Internet-Telefonie anzubieten, bei der lediglich die jeweilige Verbindungsgebühr zum Internet anfällt. Bereits ab Herbst dieses Jahres sollen T-Online-User die dafür notwendigen Lautsprecher und Mikrofone zuschalten können. Das wäre dann das erste Mal, dass T-Online dem Mutterkonzern Konkurrenz macht. ots Originaltext: 'Capital' Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: Reinhard Kowalewsky, Redaktion 'Capital', Tel. 0221/4908-219, Fax 0221/4908-595 Original-Content von: Capital, G+J Wirtschaftsmedien, übermittelt durch news aktuell

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