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Intershop-Vorstand im 'Capital'-Interview: Schambach will an der Unternehmensspitze bleiben und verordnet strikten Sparkurs Intershop wird in USA nur noch B2B-Software anbieten

    Köln (ots) - Stephan Schambach, Gründer und Vorstandschef von
Intershop, will auch nach dem Börsencrash an der Unternehmensspitze
bleiben: "Ich bin niemand, der aufgibt oder sich vollkommen aus der
Bahn werfen lässt", erklärt Schambach in einem Interview in dem am
Donnerstag erscheinenden Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Nr. 2/01, EVT
11.1.2001). Die harte Reaktion der Börse habe ihn "erschüttert". Mit
dem Einbruch der Intershop-Aktie habe er so nicht gerechnet. "Der
Rückschlag erwischte uns auf dem linken Fuß, wir hatten erwartet,
eine Reihe wichtiger Verträge zum Jahresende abzuschließen." Vor
allem in den USA, so Schambach, haben sich einige Kunden jedoch nicht
an die Absprachen gehalten: "Mündliche Vereinbarungen, bei denen ich
persönlich dabei war, wurden nicht eingehalten", kritisiert der
Intershop-Chef.
    
    Als erste Konsequenz aus der Misere kündigte der
Vorstandsvorsitzende einen strikten Sparkurs an. Entlassungen auf
breiter Front soll es bei Deutschlands Vorzeige-Start-up aber vorerst
nicht geben, "wir werden uns in den einzelnen Bereichen sehr genau
und sehr schnell anschauen, wo wir sparen können", so Schambach im
'Capital'-Interview weiter. Dabei zeichnet sich ein teilweiser
Rückzug aus dem USA-Geschäft ab, wo nur noch B2B-Software verkauft
werden soll, also Produkte für den Handel zwischen Unternehmen. Damit
werde in Amerika am meisten verdient, so Schambach. In Europa
hingegen will Intershop auch weiterhin Software für den Handel
zwischen Unternehmen und Endkunden verkaufen.
    
    Schambach schließt ferner eine Doppelspitze bei Intershop in
Zukunft nicht aus: "Wenn ein Supertalent an die Tür klopfen würde,
kann ich mir angesichts unseres schnellen Wachstums eine Erweiterung
des Vorstandes vorstellen. Wir sind kein klassischer Mittelständler
und darum klebt niemand an seiner Machtposition." Verdächtigungen,
Schambach habe kurz vor der Verlustmeldung seiner Firma noch eigene
Aktien zu einem hohen Kurs verkauft, weist Schambach gegenüber
,Capital' energisch zurück.
    
    
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