Capital, G+J Wirtschaftsmedien

Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart bestätigt: Headhunter dürfen künftig potenzielle Kandidaten nicht mehr telefonisch am Arbeitsplatz kontaktieren

Köln (ots) - In Zukunft drohen Abmahnung und Schadenersatz Abwerbung am Arbeitsplatz ist in Zukunft nicht mehr erlaubt. Wie das Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe 25/2000, EVT 30. November) berichtet, dürfen Headhunter künftig potenzielle Kandidaten für einen neuen Job nicht mehr telefonisch an deren Arbeitsplatz kontaktieren. Damit ist jetzt ein Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart bundesweit rechtskräftig. Geklagt hatte das schwäbische IT-Systemhaus Bechtle AG, um Anrufe eines Personalberaters im Auftrag eines Konkurrenten zu unterbinden. So riskieren Unternehmer, die per Headhunter Personal von der Konkurrenz abwerben, nun eine Abmahnung und machen sich obendrein schadenersatzpflichtig. Gegen das Urteil hatte laut 'Capital' der beklagte Konkurrent wie auch der Headhunter Rechtsmittel eingelegt, doch der Bundesgerichtshof nahm den Fall mangels Erfolgsaussicht nicht zur Revision an (Beschluss vom 2. November, Aktenzeichen I ZR 22 / 2000. Das Gericht ließ auch das Argument nicht gelten, dass die von Headhuntern praktizierte Direktansprache von Beschäftigten an ihrem Arbeitsplatz in den letzten Jahren absolut gängige Praxis geworden sei. Der Präsident des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater (BDU) Jochen Kienbaum empfindet dieses Urteil als einen "Schlag ins Kontor". ots Originaltext: PubliKom Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: Joachim Haack, PubliKom, Tel. 040/39 92 720 Original-Content von: Capital, G+J Wirtschaftsmedien, übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Meldung


Weitere Meldungen: Capital, G+J Wirtschaftsmedien

Das könnte Sie auch interessieren: