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"Capital"-Vergleich der Trinkwasser-Preise: In Wiesbaden ist Trinkwasser fast drei Mal so teuer wie in Ingolstadt
Preisspanne für den Jahresverbrauch reicht von 419 Mark bis 1.249 Mark

Köln (ots) - Nirgendwo sonst in Europa ist das Trinkwasser so teuer wie in Deutschland. Wie das Wirtschaftsmagazin "Capital" (Ausgabe 23/2000, EVT 2. November) in einem Vergleich der Trinkwasserpreise von 84 deutschen Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern feststellte, reicht die Preisspanne der Jahresrechnung für einen Vier-Personen-Haushalt im Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 200 Kubikmetern von 419 Mark in Ingolstadt bis 1.249 Mark in Wiesbaden. Damit fällt die Wasserrechnung in der hessischen Landeshauptstadt fast drei Mal so hoch aus wie in der bayerischen Autostadt. Im Schnitt muss der Musterhaushalt bundesweit 799 Mark für Wasser aufwenden. Generell zeigt sich im "Capital"-Ranking, dass die Wasserpreise in den ostdeutschen Städten durch Sanierung und Neubau der Infrastruktur mit zu den höchsten zählen. Vier der zehn teuersten Städte liegen in den neuen Bundesländern. Für die großen Preisunterschiede macht der Bundesverband der Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) gegenüber "Capital" die hohen Reinheits- und Umweltstandards sowie den im Vergleich zu europäischen Nachbarstaaten geringen Wasserverbrauch verantwortlich. Aber auch die in vielen Bundesländern vorgeschriebene Regionalisierung der Wasserversorgung treibt die Kosten in die Höhe. Während in Frankreich drei, in Großbritannien zwölf und in Holland 15 Konzerne den Markt dominieren, gibt es in Deutschland rund 6.600 Wasserbetriebe, 2.800 davon allein in Bayern. Insgesamt belastet der Trinkwasserverbrauch das Haushaltsbudget der Musterfamilie laut "Capital"-Analyse in zwölf Städten jährlich mit mehr als 1.000 Mark im Jahr. Dazu zählen neben Wiesbaden die Städte Mainz (1.148), Bergisch-Gladbach (1.071), Chemnitz (1.049), Hagen (1.034), Dresden (1.031), Jena (1.027), Solingen (1.016), Darmstadt (1.014), Gera (1.010), Rostock (1.009) und Zwickau (1.007). Bis unter 600 Mark pro Jahr kostet das kostbare Nass nur in sieben Großstädten: Paderborn (596), Kaiserslautern (595), München (572), Augsburg (562), Regensburg (559), Oldenburg (537) und Ingolstadt (419) als mit weitem Abstand günstigster Stadt. Aber auch in Braunschweig (607), Ulm (608) und Karlsruhe (614) zahlen die Bürger im Jahr nur halb soviel für Wasser wie in Wiesbaden. ots Originaltext: Capital Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: Joachim Haack, PubliKom, Tel.: 040/39 92 720, Fax: 040/39 92 72 10 Original-Content von: Capital, G+J Wirtschaftsmedien, übermittelt durch news aktuell

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