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"Capital-Investor-Relations-Preis 2010" BASF Nummer Eins im Stoxx Europe 50

Frankfurt/Hamburg (ots) - 'Capital' und die DVFA bewerten die Güte der IR-Arbeit der wichtigsten deutschen und europäischen Unternehmen / Metro siegt im Dax, Lanxess im MDax, Morphosys im TecDax und Takkt im SDax / Nur zwei Unternehmen leisten sehr gute Arbeit

Bei der Bewertung der IR-Arbeit aller Unter-nehmen aus den Börsen-Indizes Stoxx Europe 50, Dax, MDax, TecDax und SDax wird deutlich, dass sich die Finanzkommunikation im Jahr eins nach der Finanzkrise zwar leicht verbessert hat, aber mit einem Durchschnittswert von 300 Punkten noch deutlich unter dem langfristigen Mittel von 327 Punkten liegt. Gerade einmal zwei der 198 untersuchten Firmen schafften den Sprung über die 400-Punkte-Marke, ab der sehr gute IR-Arbeit beginnt. Auffällig ist die im Vergleich zum Vorjahr wieder deutlich bessere IR-Arbeit kleiner und mittelgroßer Unternehmen. Dagegen verzeichneten die Dax-Konzerne im Schnitt das bislang schwächste Ergebnis.

Unter den Top-Platzierten der fünf untersuchten Aktienindizes findet sich eine Reihe von Gesellschaften, die über die Jahre kontinuierlich eine gute IR-Arbeit leisten. "Diese Unternehmen beweisen auch in wirtschaftlich mageren Zeiten eine hohe Glaubwürdigkeit", betont Professor Alexander Bassen von der Uni Hamburg, der Chef-Auswerter der Studie.

Beim "Capital-Investor-Relations-Preis 2010" erweist sich im Stoxx Europe 50 Vorjahressieger BASF auch in diesem Jahr mit 388 von maximal 500 Punkten als das Maß der Dinge. "Es gibt kaum ein Unternehmen, das sich so gut um seine Anleger kümmert wie BASF", lobt Tim Albrecht, Fondsmanager der DWS. Den zweiten Platz belegen punktgleich erstmals drei Unternehmen: Bayer, RWE und SAP erreichten alle 355 Punkte.

Aus dem Kreis der Dax-Unternehmen, die nicht im Stoxx Europe 50 vertreten sind, wählten die Kapitalmarkt-Experten Metro mit 370 Punkten auf den ersten Platz, gefolgt von Fresenius Medical Care (366 Punkte). Auf Rang drei werden punktgleich Henkel und die Münchner Rück mit 360 Punkten geführt. Im MDax platziert sich Lanxess mit 406 Punkten auf dem ersten Rang vor Douglas mit 399 Punkten.

Die vier Mal nacheinander auf dem ersten Rang platzierte Deutsche EuroShop landet in diesem Jahr mit 396 Punkten auf Rang drei. Im TecDax führt Morphosys (399 Punkte), vor der Zweitplatzierten Software AG (396 Punkte), auf Platz drei folgt Pfeiffer Vacuum (366 Punkte). Im SDax belegt Takkt die Spitzenposition und macht mit 413 Punkten zugleich die beste IR-Arbeit aller 198 Unternehmen. Auf Rang zwei platziert sich VTG (368 Punkte) vor der Homag Group (365 Punkte).

Bereits zum 14. Mal bewerten das Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe 7/2010, EVT 17. Juni) und die Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) die IR-Arbeit der wichtigsten deutschen und europäischen Unternehmen. Der "Capital-Investor-Relations-Preis", der von der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte unterstützt wird, basiert in diesem Jahr auf der Befragung von knapp 400 Analysten und Fondsmanagern bei fast 300 Finanz-Instituten im In- und Ausland. Insgesamt gaben sie rund 14.000 Einzel-Urteile zu 198 Unternehmen ab. Die Finanzprofis beurteilen die Güte der IR-Arbeit mithilfe von vier Kriterien: Zielgruppen-Orientierung, Transparenz, Track Record und Extra Financial Reporting. Jeweils fünf Urteilsstufen sind möglich. Akzeptable IR-Arbeit beginnt ab 300 Punkten, gute bei 350 Punkten, sehr gute bei 400 Punkten und herausragende bei 450 Punkten. Die diesjährigen Preisträger wurden gestern Abend in Frankfurt ausgezeichnet.

"Gute Kapitalmarktkommunikation schafft auch in schwierigen Zeiten Vertrauen und sichert Unternehmen die notwendigen Finanzierungsspielräume für ein nachhaltiges Wachstum - die in diesem Jahr ausgezeichneten Unternehmen sind hierin das beste Beispiel", erklärt Dr. Michael Göttgens, Partner und Mitglied der Management-Group Deloitte. DVFA-Geschäftsführer Ralf Frank kritisiert, dass sich "einige Vorstände wegen der Finanzkrise mit Prognosen zurückhielten". Für den stellvertretenden 'Capital'-Chefredakteur Paul Prandl war vor allem "das sehr gute Abschneiden der führenden MDax-Unternehmen" bemerkenswert. Ihre IR-Arbeit bewerteten die Analysten und Fondsmanager deutlich besser als die der bestplazierten Dax-Konzerne oder der Stoxx-Europe-50-Firmen.

Die vollständigen Listen mit allen Platzierungen finden Sie im Internet unter www.capital.de/irpreis

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