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Otto will nur Teile von Karstadt Sports
Entscheidung über mögliche Wiederbelebung der Marke Quelle bis Ende Mai
Erfolg für Quelle im Russland-Geschäft
'Capital'-Interview mit Hans-Otto Schrader

Hamburg (ots) - 21. April 2010 - Otto relativiert sein Interesse an den Resten von Karstadt. "Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Otto Group alle Karstadt Sports-Häuser erwirbt", sagte der Vorstandschef der Otto Group Hans-Otto Schrader im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe 5/2010, EVT 22. April). Seinen Informationen zufolge hätten nur wenige dieser Häuser eine hohe Rentabilität. Wie viele Häuser für Otto genau attraktiv seien, wollte Schrader auf der Basis der bisherigen Datenlage aber nicht sagen.

Otto hatte in der Vergangenheit mehrfach sein Interesse an Karstadts Sporthäusern erklärt. Im Gegensatz zum Konkurrenten Metro, der sich für Karstadt-Warenhäuser interessiert, hatte Otto bei den Sports-Häusern aber nie von einer Aufteilung in gute, zukunftsträchtige und in schlechte Filialen gesprochen. Gespräche über eine Teil-Verwertung von Karstadt könnten schon im Mai stattfinden. Mindestens bis Ende April will Karstadts Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg noch einen Käufer für das gesamte Warenhaus-Unternehmen suchen. Bisher ist aber kein konkreter Interessent namentlich bekannt.

Görg, der auch Insolvenzverwalter des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor und der zugehörigen Versandhandelsgruppe Primondo mit Quelle ist, hatte Schrader im Winter schon die Reste des geschlossenen Versandhauses verkauft. Noch bis Ende Mai will Otto prüfen, ob die Marke Quelle in Deutschland überhaupt noch wieder reaktiviert werden soll. Es werde eine Nische gesucht, in der Quelle anderen Otto-Marken nicht schade. Derzeit gebe es noch drei Szenarien, sagte Schrader. "Nur wenn eines dieser drei Modelle wirtschaftlich trägt, wird es auch umgesetzt. Ansonsten nutzen wir die Internet-Domains lediglich, um auf unsere anderen Konzernmarken zu verweisen." Einen dicken Quelle-Katalog werde es in keinem Fall mehr geben.

Dagegen entwickle sich das Quelle-Geschäft in Russland, wo Otto nicht nur die Markenrechte, sondern das gesamte Unternehmen gekauft hat, besser als erwartet. Der Umsatzrückgang nach der Insolvenz sei geringer gewesen als befürchtet.

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