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Ergo-Chef Torsten Oletzky: "Keine massive Konzentration in Düsseldorf"
Vorstandsvorsitzender der Versicherungsgruppe Ergo, hält trotz des drastischen Sparprogramms an unterschiedlichen Standorten fest

    Köln (ots) - 29. Juli 2008 - Trotz eines Abbaus von rund 2.000 Arbeitsplätzen bis 2010 und der Zentralisierung von Aufgaben hält der Düsseldorfer Versicherungskonzern Ergo an Standorten wie München, Köln und Hamburg fest: "Eine massive Konzentration in Düsseldorf wird es nicht geben", betonte der Vorstandsvorsitzende Torsten Oletzky in einem Interview mit der Online-Ausgabe des Wirtschaftsmagazins 'Capital' und trat damit Befürchtungen aus dem Arbeitnehmer-Lager entgegen. "Zur Sicherung der Ergo-Standorte haben wir gültige Vereinbarungen mit unseren Betriebsräten. Diese stellen wir nicht in Frage", so Oletzky gegenüber capital.de.

    Indirekt räumte Oletzky ein, dass die Kürzungen auf Kostenzielen basieren, die er bereits auf einer Analysten-Konferenz in London im vergangenen Dezember verkündet hatte. "Im letzten halben Jahr haben wir untersucht, wie wir unsere Prozesse verbessern, um die Kostenziele zu erreichen", sagte er gegenüber capital.de. Der aktuelle Ertragseinbruch - das Halbjahresergebnis 2008 ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 33 Prozent auf 269 Millionen Euro gesunken - habe hingegen keinen Einfluss auf die Kostensenkungen: "Die Frage, wie wir unsere Kosten senken und unsere Prozesse verbessern können, ist davon unabhängig zu sehen", versicherte Oletzky.

    Trotz verringerter Mitarbeiterzahl im Innendienst hält der Ergo-Chef an den ehrgeizigen Zielen für 2012 fest: ein Zuwachs beim Gewinn von 90 Prozent auf rund 900 Millionen Euro und bei den Beitragseinnahmen um sieben Milliarden auf 23 Milliarden Euro. "Unsere Vertriebe wollen wir ausbauen. Und verbesserte Kostenquoten tragen dazu bei, die Absatzchancen der Ergo-Produkte zu erhöhen", sagte Oletzky im 'Capital'-Interview.

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