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Versicherer CiV erhält neuen Namen: Talanx-Tochter orientiert sich an künftiger Bezeichnung des Kooperationspartners Citibank
Erleichterung über Einstieg der Franzosen bei deutschem Geldinstitut

    Köln (ots) - 15. Juli 2008 - Der Versicherer CiV wird sich wohl bald umbenennen und sich dabei an der künftigen Bezeichnung für die deutsche Citibank orientieren. Für diese hatte das französische Geldhaus Crédit Mutuel vergangene Woche den Zuschlag als Käufer erhalten. "Wenn die Citibank umbenannt wird, denken wir ebenfalls über eine neue Bezeichnung für die CiV nach", sagt Norbert Kox, der Vorstandschef für Bankassurance im Talanx-Konzern, gegenüber der Online-Ausgabe des Wirtschaftsmagazins 'Capital'. Talanx-Ableger CiV hat ein exklusives Vertriebsabkommen für den Versicherungsverkauf über Citibank-Schalter. Die bisherige Tochter des US-Bankhauses soll nach einer Übergangsphase den Namen ändern. "Wir orientieren uns mit unserer Strategie an dem Bankpartner", betonte Kox gegenüber capital.de.

    Gleichzeitig können die Talanx-Manager, die allein mit ihren an Bankvertriebe gebundenen Versicherern rund 2,4 Milliarden Euro Beitragseinnahmen erzielen, aufatmen. Denn Crédit Mutuel zeigt kein Interesse, eigene Policen über die neue deutsche Tochter zu verkaufen. Damit ist das zuletzt bis 2026 erneuerte Kooperationsabkommen von Citibank und CiV nicht in Gefahr. Anders sieht es derzeit noch bei der Postbank aus, die laut Kox als exklusiver Verkäufer von Lebenspolicen der CiV-Schwester PB Versicherung genutzt wird. Dort besteht das Kooperationsabkommen bis 2022. Für den Fall, dass die Allianz oder ein anderer potenzieller Postbank-Käufer einen eigenen Versicherungsvertrieb an den Schaltern aufziehen will, hält Talanx-Chef Herbert Haas bereits ein Abschreckungsmittel parat: eine Ablösesumme von einer Milliarde Euro.

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